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01
Mein perspectivischer Apparat.
Von Guido Hauck.
(Hierzu Tafel I und II.)
I.
Einleitung.
a. Die Grundidee.
Die darstellende Geometrie (im engeren Sinne des Wortes) befasst sich mit der Aufgabe, gegebene räumliche Objecte in Central- oder Parallelprojection unter gegebenen Bedingungen darzustellen. Da aber ein räumliches Object nach Gestalt und Lage im Raum im allgemeinen selbst wieder durch zwei Projectionen bestimmt ist und in der Mehrzahl der Fälle auch wirklich durch zwei Projectionen gegeben vorliegt, so kann die Fundamentalaufgabe der darstellenden Geometrie dahin präcisirt werden:
Es ist aus zwei gegebenen Projectionen eines räumlichen Gebildes irgend eine dritte Projection zu ermitteln.
Sind speciell die zwei gegebenen Projectionen orthogonale Parallel-projectionen (z. B. Grundriss und Aufriss), und soll die gesuchte dritte Projection eine Centralprojection sein, so liegt das Problem der technischen Perspective vor.
Sind andererseits die zwei gegebenen Projectionen Centralprojectionen (etwa zwei Photographieen), und soll die gesuchte dritte Projection eine orthogonale Parallelprojection (Grundriss oder Aufriss) sein, so liegt das Problem der Photogrammetrie vor.
Es lag nun der Gedanke nahe, die Lösung der in Rede stehenden Aufgabe, auf mechanischem Wege zu bewirken, das heisst: die bezüglichen geometrischen Constructionen in einen mechanischen Apparat umzusetzen, welcher — bestehend aus einem kinematisch verketteten Gestänge mit zwei Führungsstiften und einem Zeichenstift — die Constructionen in der Art mechanisch ausfuhrt, dass, wenn man mit den zwei
Le texte affiché peut comporter un certain nombre d'erreurs. En effet, le mode texte de ce document a été généré de façon automatique par un programme de reconnaissance optique de caractères (OCR). Le taux de reconnaissance estimé pour cette page est de 99,18 %.
La langue de reconnaissance de l'OCR est l'Allemand.
Mein perspectivischer Apparat.
Von Guido Hauck.
(Hierzu Tafel I und II.)
I.
Einleitung.
a. Die Grundidee.
Die darstellende Geometrie (im engeren Sinne des Wortes) befasst sich mit der Aufgabe, gegebene räumliche Objecte in Central- oder Parallelprojection unter gegebenen Bedingungen darzustellen. Da aber ein räumliches Object nach Gestalt und Lage im Raum im allgemeinen selbst wieder durch zwei Projectionen bestimmt ist und in der Mehrzahl der Fälle auch wirklich durch zwei Projectionen gegeben vorliegt, so kann die Fundamentalaufgabe der darstellenden Geometrie dahin präcisirt werden:
Es ist aus zwei gegebenen Projectionen eines räumlichen Gebildes irgend eine dritte Projection zu ermitteln.
Sind speciell die zwei gegebenen Projectionen orthogonale Parallel-projectionen (z. B. Grundriss und Aufriss), und soll die gesuchte dritte Projection eine Centralprojection sein, so liegt das Problem der technischen Perspective vor.
Sind andererseits die zwei gegebenen Projectionen Centralprojectionen (etwa zwei Photographieen), und soll die gesuchte dritte Projection eine orthogonale Parallelprojection (Grundriss oder Aufriss) sein, so liegt das Problem der Photogrammetrie vor.
Es lag nun der Gedanke nahe, die Lösung der in Rede stehenden Aufgabe, auf mechanischem Wege zu bewirken, das heisst: die bezüglichen geometrischen Constructionen in einen mechanischen Apparat umzusetzen, welcher — bestehend aus einem kinematisch verketteten Gestänge mit zwei Führungsstiften und einem Zeichenstift — die Constructionen in der Art mechanisch ausfuhrt, dass, wenn man mit den zwei
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