Première page
Page précédente
Page suivante
Dernière page
Illustration précédente
Illustration suivante
Réduire l’image
100%
Agrandir l’image
Revenir à la taille normale de l’image
Adapte la taille de l’image à la fenêtre
Rotation antihoraire 90°
Rotation antihoraire 90°
Imprimer la page

- TABLE DES MATIÈRES
- TABLE DES ILLUSTRATIONS
- RECHERCHE DANS LE DOCUMENT
- TEXTE OCÉRISÉ
Die topographische Aufnahme des Karlseisfeldes in den Jahren 1899 und 1900 II
Die unausgesetzte Verânderung gewisser Details auf der Gletscherober-flàche lâsst einen eigenthümlichen Vorgang bei der photogrammetrischen Aufnahme zweckmâfiig erscheinen. Ein Schneefall wâhrend der Nacht ver-wandelt das Eisfeld in eine monotone Flâche, und das Randgebirge erscheint mit weiôen Flecken und Streifen übersâet; in den nâchsten sonnenhellen Tagen schmilzt dann langsam die Schneedecke, anfanglich zahlreiche Reste in den flachen Vertiefungen zurücklassend, die Eisspalten und Lôcher werden wieder allmâhlich sichtbar, das abfliefiende Wasser bildet Rinnsale, und die Schnee-flecke auf den Felsen und Morânen werden immer spârlicher. Die Schnee-schmelze erstreckt sich auf immer hôhere Theile des Gletschers, bis. ein er-neuerter Wettersturz eintritt und das Spiel sich wiederholt.
Sollen die Details der Gletscheroberflâche als natürliche Marken der Photogrammetrie dienen, so müssen die Aufnahmen von den verschiedenen Standpunkten rasch hintereinander erfolgen, weil den in Zwischenrâumen von mehreren Tagen hergestellten Bildern die nôthige Uebereinstimmung fehlen würde.
Man theilt daher das ganze Aufnahmsgebiet in mehrere Abschnitte, die einzeln von je drei Stationen erledigt werden. Sind diese leicht zugânglich, so kônnen sie in etwa 3 Stunden absolviert sein, besonders wenn man die nôthigen Winkelmessungen erst spâter nachtrâgt.
Die photogrammetrischen Standpunkte werden thunlichst auf der Fels-umrahmung und so hoch gewâhlt, dass sie einen vollen Ausblick auf den Gletscher und seine Randbegrenzung gewâhren. Die günstigste Beleuchtung bietet das schrâge auffallende Sonnenlicht wâhrend der Morgen- und Nach-mittagsstunden, bei welchem aile Details der Eisflâche besonders prâgnant hervortreten. Da die spâtere Ausarbeitung des Planes durch photographische Bilder, welche das Gletscherrelief und das Formendetail der Felsumrahmung klar und charakteristisch erkennen lassen, wesentlich unterstützt wird, so ist es zweckmâfîig, Ansichten bei v'erschiedener Beleuchtung mit Hilfe eines Stereoskopapparates anzufertigen. Solche Bilder gewâhren einen ungleich besseren Einblick in die Formengliederung als gewôhnliche Photographien in selbst grofien Formaten.
IL DIE ARBEITEN AM KARLSEISFELDE 1899 UND 1900
a) Basierung der Aufnahme
Als geodâtische Grundlage fur die Aufnahme des Eisfeldes waren die bei der Catastervermessung ermittelten Abstânde und Hôhen der Punkte: Dachstein, Hoher und Niederer Gjaidstein in Aussicht genommen.
Da jedoch auf dem Niederen Gjaidstein keine Markierung mehr vor-handen war, so wurde beschlossen, von den beiden erstgenannten Punkten einen dritten bei der Simonyhütte zu bestimmen, seine Hôhe und Lage durch Winkelmessungen nach den Pyramiden des Plassens und Krippen-
Le texte affiché peut comporter un certain nombre d'erreurs. En effet, le mode texte de ce document a été généré de façon automatique par un programme de reconnaissance optique de caractères (OCR). Le taux de reconnaissance estimé pour cette page est de 96,13 %.
La langue de reconnaissance de l'OCR est le Français.
Die unausgesetzte Verânderung gewisser Details auf der Gletscherober-flàche lâsst einen eigenthümlichen Vorgang bei der photogrammetrischen Aufnahme zweckmâfiig erscheinen. Ein Schneefall wâhrend der Nacht ver-wandelt das Eisfeld in eine monotone Flâche, und das Randgebirge erscheint mit weiôen Flecken und Streifen übersâet; in den nâchsten sonnenhellen Tagen schmilzt dann langsam die Schneedecke, anfanglich zahlreiche Reste in den flachen Vertiefungen zurücklassend, die Eisspalten und Lôcher werden wieder allmâhlich sichtbar, das abfliefiende Wasser bildet Rinnsale, und die Schnee-flecke auf den Felsen und Morânen werden immer spârlicher. Die Schnee-schmelze erstreckt sich auf immer hôhere Theile des Gletschers, bis. ein er-neuerter Wettersturz eintritt und das Spiel sich wiederholt.
Sollen die Details der Gletscheroberflâche als natürliche Marken der Photogrammetrie dienen, so müssen die Aufnahmen von den verschiedenen Standpunkten rasch hintereinander erfolgen, weil den in Zwischenrâumen von mehreren Tagen hergestellten Bildern die nôthige Uebereinstimmung fehlen würde.
Man theilt daher das ganze Aufnahmsgebiet in mehrere Abschnitte, die einzeln von je drei Stationen erledigt werden. Sind diese leicht zugânglich, so kônnen sie in etwa 3 Stunden absolviert sein, besonders wenn man die nôthigen Winkelmessungen erst spâter nachtrâgt.
Die photogrammetrischen Standpunkte werden thunlichst auf der Fels-umrahmung und so hoch gewâhlt, dass sie einen vollen Ausblick auf den Gletscher und seine Randbegrenzung gewâhren. Die günstigste Beleuchtung bietet das schrâge auffallende Sonnenlicht wâhrend der Morgen- und Nach-mittagsstunden, bei welchem aile Details der Eisflâche besonders prâgnant hervortreten. Da die spâtere Ausarbeitung des Planes durch photographische Bilder, welche das Gletscherrelief und das Formendetail der Felsumrahmung klar und charakteristisch erkennen lassen, wesentlich unterstützt wird, so ist es zweckmâfîig, Ansichten bei v'erschiedener Beleuchtung mit Hilfe eines Stereoskopapparates anzufertigen. Solche Bilder gewâhren einen ungleich besseren Einblick in die Formengliederung als gewôhnliche Photographien in selbst grofien Formaten.
IL DIE ARBEITEN AM KARLSEISFELDE 1899 UND 1900
a) Basierung der Aufnahme
Als geodâtische Grundlage fur die Aufnahme des Eisfeldes waren die bei der Catastervermessung ermittelten Abstânde und Hôhen der Punkte: Dachstein, Hoher und Niederer Gjaidstein in Aussicht genommen.
Da jedoch auf dem Niederen Gjaidstein keine Markierung mehr vor-handen war, so wurde beschlossen, von den beiden erstgenannten Punkten einen dritten bei der Simonyhütte zu bestimmen, seine Hôhe und Lage durch Winkelmessungen nach den Pyramiden des Plassens und Krippen-
Le texte affiché peut comporter un certain nombre d'erreurs. En effet, le mode texte de ce document a été généré de façon automatique par un programme de reconnaissance optique de caractères (OCR). Le taux de reconnaissance estimé pour cette page est de 96,13 %.
La langue de reconnaissance de l'OCR est le Français.



