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H
Arthur Freiherr von Hiibl
Wegen der âufierst ungünstigen Witterungsverhâltnisse im Jahre 1899 konnte die Aufnahme des Eisfeldes nicht ganz abgeschlossen werden, und da die wâhrend des Winters ausgeführte Construction einige Lücken zeigte und es über-dies wünschenswert war, eine Anzabl für die spâtere Forschung wichtiger Marken geodâtisch festzulegen, so wurde im Jahre 1900 der Gletscher nochmals besucht.
Bei günstigem Wetter wurden auch die Elemente für die Lage des Punktes bei der Simonyhütte nochmals erhoben und auch die Dachstein-Pyramide in die Messungen einbezogen. Die Rechnung bestâtigte die Richtigkeit der oben angegebenen Hôhe dieses Punktes, forderte jedoch eine Verschiebung seiner Lage um etwa 2 m gegen Westen. Diese ist zwar (bei Berücksichtigung des Kartenmafistabes 1 : 10000) ohne Bedeutung für die Grundrissconstruction, sie übte aber einen Einfluss auf das Hôhennetz, das aus zum Theile sehr steilen Visuren — aus Winkeln bis zu 200 — abgeleitet ist. Die Hôhe fast sâmmtlicher Camerastationen musste daher um 0*2—07 m vergrôfiert werden.1)
Die Hôhe des Punktes bei der Simonyhütte, die, wie erwahnt, aus den Hôhen der Catasterpunkte Dachstein, Hoher Gjaidstein, Krippenstein und Plassen abgeleitet wurde, ist mit einem mittleren Fehler von rfc 0*5 m behaftet, wâhrend die vom Ausgangsdreieck abgeleiteten Hôhen der Camerastationen nur den mittleren Fehler â– + 0*07 m aufweisen." Diese Zahl bildet eigentlich den Mafistab für die Genauigkeit des Standpunktnetzes, da es in dem vorliegenden Falle ziemlich gleichgiltig ist, ob die absolute Hôhe aller Coten um etwa 1 m zu hoch oder zu nieder angegeben wird.
Eine einwandfreie Bestimmung der absoluten Hôhen ware überhaupt nur dur ch den Anschluss an die Linie des Prâcisionsnivellements, beziehungs-weise an die neue Triangulierung I. Ordnung môglich.
Dem vorstehenden Skelete (Fig. 1) sind die Abstânde und Hôhen der triangulierten Punkte zu entnehmen; die Abstânde beziehen sich auf Meilen-linien des Catastral-Coordinatensystem Gusterberg bei Kremsmünster:
b) Wahl der Camerastationen
Das Karlseisfeld (Fig. 2) gliedert sich in zwei Theile, die als geson-derte Aufnahmsgebiete anzusehen sind. Der untere Abschnitt reicht etwa bis zur Schichtenlinie 2500 m, ist wâhrend des Hochsommers meist schnee-frei und wird von der nôrdlichen Felsumrahmung vollkommen eingesehen. Zahlreiche Sprünge, Risse, Lôcher, deutliche Spuren horizontaler Schichtung, die Gerinne von Wasserlâufen, Reste von Neuschnee, verstreut liegende
*) Im XIX. Bande der «Mittheilungen des K. u. K. Militâr-Geographischen Institutes 1899» wurde als Beispiel für die Genauigkeit der photogrammetrischen Hôhenmessung die aus den Bildern von zehn Standpunkten ermittelte Hôhe des Dachsteins angeführt, wo-bei fast durchaus zu kleine Werte gefunden wurden. Der Hôbenrechnung lagen nâmlich damais noch die uncorrigierten Hôhen zugrunde. Als mittlerer Wert aus den zehn Messungen resultierte für die Dachsteinhôhe 2991*9 m statt 2992*1 m, und der mittlere Fehler er-gab sich mit 0*57 m. Berücksichtigt man die Correcturen der Stationshôhen, so erhâlt man für die Hôhe des Dachsteins den richtigen Wert 2992*1 m, und der mittlere Fehler wird auf 0*49 m verringert.
f
Le texte affiché peut comporter un certain nombre d'erreurs. En effet, le mode texte de ce document a été généré de façon automatique par un programme de reconnaissance optique de caractères (OCR). Le taux de reconnaissance estimé pour cette page est de 95,99 %.
La langue de reconnaissance de l'OCR est le Français.
Arthur Freiherr von Hiibl
Wegen der âufierst ungünstigen Witterungsverhâltnisse im Jahre 1899 konnte die Aufnahme des Eisfeldes nicht ganz abgeschlossen werden, und da die wâhrend des Winters ausgeführte Construction einige Lücken zeigte und es über-dies wünschenswert war, eine Anzabl für die spâtere Forschung wichtiger Marken geodâtisch festzulegen, so wurde im Jahre 1900 der Gletscher nochmals besucht.
Bei günstigem Wetter wurden auch die Elemente für die Lage des Punktes bei der Simonyhütte nochmals erhoben und auch die Dachstein-Pyramide in die Messungen einbezogen. Die Rechnung bestâtigte die Richtigkeit der oben angegebenen Hôhe dieses Punktes, forderte jedoch eine Verschiebung seiner Lage um etwa 2 m gegen Westen. Diese ist zwar (bei Berücksichtigung des Kartenmafistabes 1 : 10000) ohne Bedeutung für die Grundrissconstruction, sie übte aber einen Einfluss auf das Hôhennetz, das aus zum Theile sehr steilen Visuren — aus Winkeln bis zu 200 — abgeleitet ist. Die Hôhe fast sâmmtlicher Camerastationen musste daher um 0*2—07 m vergrôfiert werden.1)
Die Hôhe des Punktes bei der Simonyhütte, die, wie erwahnt, aus den Hôhen der Catasterpunkte Dachstein, Hoher Gjaidstein, Krippenstein und Plassen abgeleitet wurde, ist mit einem mittleren Fehler von rfc 0*5 m behaftet, wâhrend die vom Ausgangsdreieck abgeleiteten Hôhen der Camerastationen nur den mittleren Fehler â– + 0*07 m aufweisen." Diese Zahl bildet eigentlich den Mafistab für die Genauigkeit des Standpunktnetzes, da es in dem vorliegenden Falle ziemlich gleichgiltig ist, ob die absolute Hôhe aller Coten um etwa 1 m zu hoch oder zu nieder angegeben wird.
Eine einwandfreie Bestimmung der absoluten Hôhen ware überhaupt nur dur ch den Anschluss an die Linie des Prâcisionsnivellements, beziehungs-weise an die neue Triangulierung I. Ordnung môglich.
Dem vorstehenden Skelete (Fig. 1) sind die Abstânde und Hôhen der triangulierten Punkte zu entnehmen; die Abstânde beziehen sich auf Meilen-linien des Catastral-Coordinatensystem Gusterberg bei Kremsmünster:
b) Wahl der Camerastationen
Das Karlseisfeld (Fig. 2) gliedert sich in zwei Theile, die als geson-derte Aufnahmsgebiete anzusehen sind. Der untere Abschnitt reicht etwa bis zur Schichtenlinie 2500 m, ist wâhrend des Hochsommers meist schnee-frei und wird von der nôrdlichen Felsumrahmung vollkommen eingesehen. Zahlreiche Sprünge, Risse, Lôcher, deutliche Spuren horizontaler Schichtung, die Gerinne von Wasserlâufen, Reste von Neuschnee, verstreut liegende
*) Im XIX. Bande der «Mittheilungen des K. u. K. Militâr-Geographischen Institutes 1899» wurde als Beispiel für die Genauigkeit der photogrammetrischen Hôhenmessung die aus den Bildern von zehn Standpunkten ermittelte Hôhe des Dachsteins angeführt, wo-bei fast durchaus zu kleine Werte gefunden wurden. Der Hôbenrechnung lagen nâmlich damais noch die uncorrigierten Hôhen zugrunde. Als mittlerer Wert aus den zehn Messungen resultierte für die Dachsteinhôhe 2991*9 m statt 2992*1 m, und der mittlere Fehler er-gab sich mit 0*57 m. Berücksichtigt man die Correcturen der Stationshôhen, so erhâlt man für die Hôhe des Dachsteins den richtigen Wert 2992*1 m, und der mittlere Fehler wird auf 0*49 m verringert.
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