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i6
Arthur Freiherr von Hübl
Für die Aufnahme des unteren Gletscherabschnittes wurden die Camera-stationen I, II und III gewàhlt; sie bilden eine etwa 700 m lange Basis zur Bestimmung der hôchsten, 2000 m entfernt liegenden Punkte. Der obéré Gletscher sollte. von den Punkten X, XI und XII aufgenommen werden. Diese sechs Standpunkte wâren eigentlich ausreichend gewesen, um das Relief des Eisfeldes und den grôfiten Theil der Felsumrahmung festzulegen, und nur das nôrdlich gelegene Morânengebiet forderte die weiteren Stationen IV und V. Für das tiefliegende Taubenkar, das als altes Gletscherbett in die Aufnahme einbezogen werden sollte, wurden die Standpunkte VI, VII und IX gewâhlt. Die Station «Schôberl« endlich (Standpunkt VIII) sollte ein charakteristisches Bild des Gletscherreliefs liefern und wegen der nach allen Seiten freien Sicht als controlierender Punkt für das ganze Aufnahmsgebiet Verwendung finden.
Auf den gewâhlten Punkten wurden Stangensignale mit roth ange-strichenen Brettchen errichtet.
Die dauernde Bezeichnung dieser Punkte erfolgte erst nach der photo-graphischen Aufnahme durch mit rother Oelfarbe hergestellte Marken, über denen ein solides Steinmandel errichtet wurde.
c) Ausführung der Aufnahme
Für die photographische Aufnahme wurde der im K. u. K. Militâr-Geographischen Institut in Verwendung stehende, vom Verfasser construierte Apparat für Polygonaufnahmen mit einem Objectiv von 245 mm Brennweite benützt.1) Als Winkelmessinstrument diente ein kleiner Theodolit mit Minuten-ablesung, der sich auf das Camerastativ aufsetzen lâsst.
Zur Verwendung kamen orthochromatische Eosinsilberplatten von Perutz, die sich in jeder Beziehung vorzüglich bewâhrt haben. Die exponiertén Platten wurden in die leeren Schachteln verpackt und erst nach der Rückkehr in Wien entwickelt.
Da jedoch die gegebenen Verhâltnisse — blendend h elle Flâchen neben dunklen, oft im Schatten liegenden Felsmassen — ziemlich hohe Anforderungen an die Photographie stellen, da es weiters fraglich erschien, ob auch die Details der Eisflâche im photographischen Bilde genügend deutlich erscheinen und auch die Eigenthümlichkeiten der Platten nicht bekannt waren, so erschien es geboten, einige der zuerst exponierten Platten an Ort und Stelle zu entwickeln. Dieser Vorgang ist stets empfehlenswert, weil er auch von der vôlligen Lichtdichtigkeit der Caméra Ueberzeugung verschafft, die beim Transport immerhin gelitten haben kônnte, und nur die Mitnahme von zwei Tassen nebst etwas Entwickler und Fixiernatron erforderlich macht.
Die Probeentwicklung fiel in jeder Beziehung zufriedenstellend aus; die Négative waren in photographischer Hinsicht tadellos, und das reiche, scharf gezeichnete Detail auf der Gletscherflâche beseitigte zum grôfiten Theile die stets vorhandenen Zweifel über die Ausführbarkeit der Arbeit.
x) Mittheilungen des K. und K. Militàr-Geographischen Institutes, Band XIX, 1899.
f
Le texte affiché peut comporter un certain nombre d'erreurs. En effet, le mode texte de ce document a été généré de façon automatique par un programme de reconnaissance optique de caractères (OCR). Le taux de reconnaissance estimé pour cette page est de 96,51 %.
La langue de reconnaissance de l'OCR est le Français.
Arthur Freiherr von Hübl
Für die Aufnahme des unteren Gletscherabschnittes wurden die Camera-stationen I, II und III gewàhlt; sie bilden eine etwa 700 m lange Basis zur Bestimmung der hôchsten, 2000 m entfernt liegenden Punkte. Der obéré Gletscher sollte. von den Punkten X, XI und XII aufgenommen werden. Diese sechs Standpunkte wâren eigentlich ausreichend gewesen, um das Relief des Eisfeldes und den grôfiten Theil der Felsumrahmung festzulegen, und nur das nôrdlich gelegene Morânengebiet forderte die weiteren Stationen IV und V. Für das tiefliegende Taubenkar, das als altes Gletscherbett in die Aufnahme einbezogen werden sollte, wurden die Standpunkte VI, VII und IX gewâhlt. Die Station «Schôberl« endlich (Standpunkt VIII) sollte ein charakteristisches Bild des Gletscherreliefs liefern und wegen der nach allen Seiten freien Sicht als controlierender Punkt für das ganze Aufnahmsgebiet Verwendung finden.
Auf den gewâhlten Punkten wurden Stangensignale mit roth ange-strichenen Brettchen errichtet.
Die dauernde Bezeichnung dieser Punkte erfolgte erst nach der photo-graphischen Aufnahme durch mit rother Oelfarbe hergestellte Marken, über denen ein solides Steinmandel errichtet wurde.
c) Ausführung der Aufnahme
Für die photographische Aufnahme wurde der im K. u. K. Militâr-Geographischen Institut in Verwendung stehende, vom Verfasser construierte Apparat für Polygonaufnahmen mit einem Objectiv von 245 mm Brennweite benützt.1) Als Winkelmessinstrument diente ein kleiner Theodolit mit Minuten-ablesung, der sich auf das Camerastativ aufsetzen lâsst.
Zur Verwendung kamen orthochromatische Eosinsilberplatten von Perutz, die sich in jeder Beziehung vorzüglich bewâhrt haben. Die exponiertén Platten wurden in die leeren Schachteln verpackt und erst nach der Rückkehr in Wien entwickelt.
Da jedoch die gegebenen Verhâltnisse — blendend h elle Flâchen neben dunklen, oft im Schatten liegenden Felsmassen — ziemlich hohe Anforderungen an die Photographie stellen, da es weiters fraglich erschien, ob auch die Details der Eisflâche im photographischen Bilde genügend deutlich erscheinen und auch die Eigenthümlichkeiten der Platten nicht bekannt waren, so erschien es geboten, einige der zuerst exponierten Platten an Ort und Stelle zu entwickeln. Dieser Vorgang ist stets empfehlenswert, weil er auch von der vôlligen Lichtdichtigkeit der Caméra Ueberzeugung verschafft, die beim Transport immerhin gelitten haben kônnte, und nur die Mitnahme von zwei Tassen nebst etwas Entwickler und Fixiernatron erforderlich macht.
Die Probeentwicklung fiel in jeder Beziehung zufriedenstellend aus; die Négative waren in photographischer Hinsicht tadellos, und das reiche, scharf gezeichnete Detail auf der Gletscherflâche beseitigte zum grôfiten Theile die stets vorhandenen Zweifel über die Ausführbarkeit der Arbeit.
x) Mittheilungen des K. und K. Militàr-Geographischen Institutes, Band XIX, 1899.
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