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Preis-Verzeichniss über Photographische Objective der Optischen
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- Preis-Verzeichniss
- über
- Photographische Objective
- Optischen Anstalt
- von
- C. P. GOERZ,
- Berlin.
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- Optische Anstalt C. P. Goerz. Berlin-Schöneberg.
- K, K. Lehr- und Versuchsanstalt für Photographie und Reproductionsverfahren in Wien.
- Cer tificat.
- : Von der löblichen Firma C. P. Goerz in Berlin-Schöneberg wurden an die k. k. Versuchs-
- : anstalt für Photographie und Reproductionsverfahren in Wien, eine Anzahl von photographischen
- i i Objectiven zur Prüfung eingesendet und folgende Resultate erhalten. Die Objective gehörten
- j verschiedenen Serien an und zwar:
- Cy
- 1. Extra-Rapid-Lynkeioskop, Serie C (No. 1 und No. 2).
- Diese Objective sind symmetrische Linsencombinationen, aus zwei gekitteten Binsenpaaren bestehend. Sie sind für alle Moment-Aufnahmen im Freien, und für Portrait-Aufnahmen im Atelier oder Zimmer bestimmt und eignen sich, bei Anwendung von Blenden, sow'ohl zur Aufnahme von Gruppen, Architekturen und Landschaften, als auch zu Yergrösserungen und Re-productionen. Durch Entfernung der Vorderlinse erhält man eine Landschaftslinse, welche ein nahezu doppelt so grosses Bild wie der ganze Aplanat giebt.
- 2. Rapid-Lynkeioskop, Serie D (No. 4).
- Dieses Bapid-Lynkeioskop ist dem Extra-Rapid-Lynkeioskop Serie C gleich, nur sind die Linsen etwas kleiner, daher Lichtstärke und Gesichtsfeld etwas geringer und deshalb im Preise billiger.
- 3. Rapid-Weitwinkel-Lynkeioskop, Serie E (No. 0).
- Diese Objective zeichnen sich durch ihren grossen Winkel, bei ziemlicher Lichtstärke aus und sind besonders für Detectiv- und Reise-Cameras geeignet, da sie bei verhältnissmässig kurzer Brennweite mit kleinster Blende Platten zeichnen, deren Länge dem l1/^fachen Betrag der Brennweite gleich kommt.
- 4. JYeitwinkel-Lynkeioskop, Serie F (No. 00.)
- Dieses Objectiv ist besonders zur Aufnahme von Panoramen und Landschaften, sowie von Architecturen und Landschaften und hohen und breiten Gegenständen aus geringer Entfernung bestimmt. Diese Objective besitzen, in Folge ihrer kurzen Brennweite, bei kleiner Abblendung, eine grosse Tiefe.
- Die äussere Form der Linsenfassungen ist als eine ganz entsprechende zu bezeichnen und schliesst sich der gewöhnlichen und bekannten Art und Weise an. Die Bezeichnungsweise der Objective auf der Fassung, ist aus folgendem Beispiele zu ersehen:
- No. 1500
- Rapid-Weitwinkel-Lynkeioskop E No. O
- C. P. Goerz Berlin.
- Den Blenden ist die relative Belichtungszeit aufgeschrieben und zwar nach dem System
- z = 1 (7-Y
- 10
- wo f die äquivalente Brennweite und d die -wirksame Oeffnung des Objectives bedeutet.
- In diesem System kommt die Belichtungszahl 1 einem Objective zu, dessen wirksame
- Oeffnung = —-— der äquivalenten Brennweite ist.
- y 10 3 ’ 16
- Bei den vorliegenden Objectiven kommen nur die Beliclitungszeiten 4, 6, 12, 24, 48, 96, 192, 384, 76S
- vor.
- Diese Bezeichnungsweise der Blenden ist als sehr nützlich zu bezeichnen und dürfte sicher vielen Beifall finden.
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- Optische Anstalt C. P. Goerz, Berlin-Schöneberg.
- Im Nachstehenden werden die vorgelegten Ohjective in 6 Prohennmmern, auf Grund der an der k. k. Versuchsanstalt vorgenommenen Versuche, einer eingehenden Besprechung und Be-nrtheilung unterzogen.
- I. Extra-Rapid-Lynkeioskop. Serie C.
- a) Prüfung des Extra-Rapid-Lynkeioskop C No. 1.
- Das vorgelegte Instrument mit der Fabrikationsnummer 1453 war frei von Focus-Differenz und Kugelgestaltsfehler. Der Aplanat war mit einer Irisblende versehen, deren grösste Oeffnung 21 mm und die kleinste 3 mm beträgt. Der Grad der Abblendung lässt sich auf einer an der Fassung angebrachten Skala ablesen. Das Objectiv besitzt Zahn und Trieb zum genauen Einstellen und ist speciell für den Anschütz'schen Moment-Apparat ausgestattet. Die Vorder- und Hinterlinse zeigen, aussen gemessen, eine Oeffnung von 29 mm. Die wirksame OeffnungO wurde gleich 24 mm gefunden. Die experimentelle Bestimmung der Brennweite2) ergab selbe zu 14.7 cm.
- Es berechnet sich somit die relative Oeffnung des Objectives mit . Der Durchmesser des gross-
- b
- ten hellen Bildkreises war 20 cm, woraus sich der Gesichtsfeldwinkel mit 69° ergiebt.
- Vorgenommene Strassen- und Architektur-Aufnahmen zeigten, dass dieses Extra-Kapid-Lyn-keioskop No, 1 mit voller Oeffnung das Format 9X1- cm und mit kleinster Blende das Plattenformat 12X16 mit sehr befriedigender Schärfe bis zum Bande der Platte zeichnet. Die Bilder waren frei von Verzeichnung und Lichtfleck. Das Objectiv zeigte, ebenso wie die nachstehend beschriebenen Objective, bei Anwendung kleiner Blenden, keinen in der Praxis bemerkenswerthen Abstigmatismus.
- b) Prüfung- des Extra-Rapid-Lynkeioskop € No. 2.
- Das vorgelegte Instrument zeigte die Fabrik-Nummer 1524. Der Linsendurclimesser der Vorder- und Hinterlinse betrug, von aussen gemessen, 84 mm. Der fix angebrachte Blendenring hatte gleich der ersten Blende (4) eine Oeffnung von 27 mm. Dem Ohjective sind 7 Blenden beigegeben, welche folgende Zahlen für die relativen Belichtungszeiten tragen:
- 4, 6, 12, 24. 48, 96, 192.
- Die wirksame Oeffnung ergab sich zu 30 mm und die Brennweite zu IS. 9 cm, somit berechnet sich die relative Oeffnung zu ——r. Der Durchmesser des grössten sichtbaren Bildkreises,
- 6 . 3
- mit kleinster Blende, wurde gleich 25 cm gefunden, woraus sich ein Gesichtsfeldwinkel von 67° ergiebt.
- Das Instrument war frei von Focus-Differenz und Kugelgestaltsfehler. Vorgenommene Aufnahmen mit grösster und kleinster Blende zeichneten im ersteren Falle die Plattenformate 9X12 eventuell 10X13 cm und im zweiten Falle die Plattengrösse 13X18 cm mit sehr guter Schärfe bis zum Bande.
- II. Prüfung des Rapid-Lynkeioskop Serie D No. 4.
- Das vorgelegte Instrument trug die Fabrikations-Nummer 1856. Es war frei von Focus-Differenz und Kugelgestaltsfehler, sowie von Verzeichnung der geraden Linien. Die Brennweite wurde gleich 23 cm gefunden. Der Durchmesser des grössten sichtbaren Bildkreises beträgt, unter Anwendung der kleinsten Blende, 27,5 cm, woraus sich ein Gesichtsfeldwinkel von 62’-' ergiebt. Die freie Oeffnung der Vorder- und Hinterlinse betrug 37 mm. Die dem Ohjective beigegebenen 6 Blenden haben die Bezeichnung:
- 6, 12, 24. 48. 96. 192,
- welche Zahlen, wie schon erwähnt, die Expositionszeiten betreffen. Die Oeffnung der grössten Blende beträgt 28 mm, ebenso die Oeffnung des fix eingesetzten Blendenringes. Die wirksame
- Oeffnung wurde gleich 31,4 mm gefunden, womit sich als relative Oeffnung der Bruch -—- ergiebt.
- Die praktischen Versuche und Aufnahmen zeigten, dass das vorliegende Objectiv, unter Anwendung der kleinsten Blende, eine Bildfläehe von 18X20: und mit grösster Blende das Format 12X16 cm mit befriedigender Schärfe zeichnet.
- III. Rapid-Weitwinkel-Lynkeioskop Serie E. a) Prüfung des Rapiil-WeitwiiPiel-Lynkeioskop E No. 00.
- Das vorgelegte Objectiv trug die Fabrikations-Nummer 1426. Es war frei von Focus-Differenz und Kugelgestaltsfehler. Die freie Oeffnung der Vorder- und Hinterlinse beträgt 12 mm, die Brennweite wurde gleich 9.1 cm gefunden. Der Durchmesser des grössten sichtbaren Bildkreises betrug 15.5 cm, somit ergiebt sich der Gesichtsfeldwinkel gleich 81°. Die wirksame Oeffnung wurde gleich 8.5 mm gefunden, somit kann die relative Oeffnirng durch den Bruch
- - ansgedrückt werden.
- i) Die Bestimmung der wirksamen Oeffnung geschah stets nach der neuen Methode !) Die Brennweite wurde bestimmt durch Einstellen auf Unendlich und gleiche Grösse.
- Steinheil
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- Optische Anstalt C. P. Goerz, Berlin -Schöneberg.
- Dieses kleine Objeetiv, welches hauptsächlich für Detectiv-Cameras bestimmt ist, besitzt keine Blenden, wohl aber einen fixen Blendenring.
- Vorgenommene Strassen- und Architektur - Aufnahmen ergaben Plattengrössen 6X8 eventuell auch SXIO cm entsprechend scharf bisjzum Bande gezeichnet.
- b) Prüfung des Rapid-Weitwinkel-Lynkoioskopes E No. 0.
- Das vorgelegte Objeetiv mit der Fabrikations-Nummer 1500 war frei von Focus-Differenz und Kugelgestaltsfehler, sowie von der Verzeichnung der geraden Linien. Die Brennweite wurde gleich 12.1 cm ermittelt. Wenn das Objeetiv mit kleinster Blende abgeblendet wird, so zeigt sich ein Bildkreis vom Durchmesser gleich 21 cm. Daraus berechnet sich der Gesichtsfeldwinkel mit 82°. Die freie Oeffnung der Vorderlinse war 17 mm, die der Hinterlinse 16,5 mm. Das Ob-jectiv enthält zwischen Vorder- und Hinterlinse einen fix angebrachten Blendenring, dessen Durchmesser gleich dem Durchmesser der grössten Blende ist und 11 mm beträgt. Die wirksame
- Oeffnung ergab sich mit 11.5 mm;
- somit
- ist die relative Oeffnung gleich
- 1
- 10 75'
- Die di
- Ob-
- jectiv beigegebenen 6 Blenden tragen die Zahlen
- 12, 24, 48, 96, 192, 3S4
- als relative Expositionszeiten.
- Mit dem vorgelegten Bapid-Weitwinkel-Lynkeioskop wurden Probeaufnahmen von belebten Strassenscenen und Architekturen gemacht, und ergaben dieselben, mit .'grösster Blende, vollkommen scharfe Bilder, im Formate von 8X10 cm; bei weniger strengen Anforderungen wird auch das Plattenformat 9X12 mit vollständig befriedigender Schärfe von dem Objeetiv gezeichnet.
- Bei kleinerer Abbiendung des Objectives dehnt sich die Bildschärfe selbstverständlich aus, und unter Anwendung der kleinsten Blende (z = 3S4) wurde eine Platte im Formate 13X18 bis zum Bande scharf gezeichnet erhalten.
- Dieses Goerz’sche Bapid-Weitwinkel-Lynkeioskop E No. 0 besitzt somit für gewöhnliche Moment-Aufnahmen vollkommen ausreichende Lichtstärke und eignet sich daher in Folge dieser Eigenschaft, sowie seiner Tiefe der Schärfe und des beträchtlichen Gesichtsfeldwinkels von S2° sehr gut für Detectiv- und Momentcameras im Visitenkartenformate und unter Anwendung der kleinsten Blenden zu Landschafts- und Architektur-Aufnahmen im Cabinetformate.
- IV. Prüfung des "W eitwinkel-Lynkeioskopes P 00.
- Das vorliegende Objeetiv trug die Fabrikations-Nummer 1971. Es war frei von Focus-Differenz und Kugelgestaltsfehler. Die Vorderlinse, sowie die Hinterlinse hat eine Oeffnung von 14 mm. Das Objeetiv ist mit einer Centralblende versehen, deren grösste Oeffnung 6,5 mm beträgt; die wirksame Oeffnung ist unmerklich grösser. Die Brennweite wurde gleich 9 cm gefunden. Es berechnet sich somit die relative Oeffnung gleich . Der Durchmesser des grössten
- sichtbaren Bildkreises wurde, unter Anwendung der kleinsten"Blende, gleich 23 cm gefunden; der Gesichtsfeldwinkel ergiebt sich demnach gleich 102°.
- Vorgenommene Strassenaufnahmen zeichneten mit kleinster Blende ein Plattenformat 13X18 bis zum Bande vollständig scharf: mit grösster Blende wurde das Format 6X8 oder bei geringeren Anforderungen 9X10-genügend scharf gezeichnet erhalten.
- Die vorgenommene Prüfung der beschriebenen Objective ergab somit sehr gute und zufriedenstellende Resultate und kann die Verwendbarkeit der vorliegenden Objective zu den, Eingangs des Gutachtens hei jeder Serie erwähnten Zwecken vollkommen bestätigt werden, sowie überhaupt diese, von der Firma C. P. Goerz in Berlin-Schöneberg erzeugten und an die k. k. Versuchsanstalt eingesandten Objective neben den besten Fabrikaten dieser Art hervorgehoben za werden verdienen.
- W ien, am 17. September 1890.
- gez. Die Direktion der k. k. Lehr- u. Versuchsanstalt für Photographie
- und Reproduetionsverfahren in Wien,
- gez. Dr. J. M. Eder.
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- Optische Anstalt C. P. Goerz, Berlin -Schöneberc
- Mittheilungen aus dem photochemischen Laboratorium der Königl, techn. Hochschule in Berlin-Charlottenburg.*)
- lieber Objectivprüfungen.
- Die Prüfung der kostspieligsten und wichtigsten Ausrüstungsstücke für Liehtbildarbeit, der Objective, ist Gegenstand der vielfältigsten Discussion gewesen, welche die Unvollkommenheit der jetzigen Prüfungsmethoden grell beleuchtet hat. Trotz allen wissenschaftlichen, besser begründeten, aber jetzt noch nicht in allgemeiner Anwendung befindlichen Methoden, wird aber die sogenannte empirische Prüfung ihren Werth behalten. Ebenso gut wie der Astronom, um die auflösende Kraft seines Fernrohres zu prüfen, das Lesen eines entfernten Buches durch das Fernrohr vornimmt, dann das Auflösen von Doppelsternen, ebenso gut wie der Mikroskopiker durch das Ansehen sogenannter Testobjecte die guten Eigenschaften seiner Linsen feststellt, ebenso gut hat ein Lichtbildkünstler das Hecht, die Prüfung auf Aufnahmeobjecte — Portrait oder Landschaft — bei verschiedener Blendung als ausschlaggebend gelten zu lassen. Freilich muss nun hier bemerkt werden, dass die Ansichten über die grössere oder geringere Leistungsfähigkeit eines Objectivs noch auseinander gehen können. Denn unter dem Begriff: „hinreichende Schärfe bis zum Hände“, versteht Jeder etwas Anderes, der Reproducent wünscht grösste „Ge-schnittenheit“, der Andere ist mit einer Mittelschärfe zufrieden.
- In dieser Hinsicht wird eine Einigkeit niemals zu erzielen sein. Ich selbst präcisire meinen Begriff ..ausreichende Schärfe“' dahin, dass ich jene Schärfe darunter meine, welche selbst bei Cfaeher Yergrösserung unter der Loupe die Conturen noch deutlich erkennen lässt. Wenn das der Fall ist, so weiss ich. dass das Negativ eine ßfache Yergrösserung aushält, und das ist immerhin anerkennenswerthu *)
- Nun hat man sich bisher mit Bestimmung des chemischen Focus, der Helligkeit (relativer Oeffnung), Bildfeld und Gesichtsfeld (Lichtkreis) begnügt und letztere vielfach in Winkeln angegeben. Ich glaube, dass man dem Yerständniss der Techniker besser entgegen kommt, wenn mar. für alle Grössen ohne Ausnahme die Brennweite (Focus) als Grundlage nimmt, wie man das für Blenden schon längst thut. Wenn man sagt, das brauchbare Bildfeld sei 54°, so macht sich höchstens ein Mathematiker, wenn er zugleich die Brennweite kennt, eine Vorstellung von der wirklichen Bildgrösse, er wird aber doch zur Sicherheit die trigonometrische Tabelle nachsehen müssen. Wer weiss z. B. wie gross die Platte ist, -welche ein Objectiv bei einem brauchbaren Bildfeld von öOü zeichnet? Erst durch Rechnung erfahren wir, dass sie 1,15 des Focus beträgt.
- Das wird erspart, wenn man die Bildgrösse nach der Brennweite angiebt. Sage ich z. B.. das brauchbare Bildfeld ist gleich oder PR der Brennweite, so ist damit dem Leser sofort die Grösse (oder besser Länge) der Platte, welche das Objectiv zeichnen kann, klar gemacht ohne trigonometrische Tabellen zur Hand nehmen zu müssen, welche doch die Wenigsten besitzen. Dasselbe gilt für das Gesichtsfeld (Bildkreisdurchmesser). Hier sagt man viel besser, das Gesichtsfeld beträgt 1 oder l1.^ des Focus, als dass man den Winkel angiebt.
- Hinsichtlich der Bestimmung des Focus ist zrveifellos die Methode mit Einstellung auf Unendlich und Naturgross, welche u. A. Miethe empfiehlt, der vorzuziehen, welche Stolze vorschlägt. Wir haben letztere Methode versucht, aber gefunden, dass sie zu viel grösseren FehlerOjUellen führt, als die erstgenannte. Bei der ersten Methode genügt es, ein Bild genau lebensgross einzustellen, zrvei gleich lange Streifen Papier, einer auf dunkle Unterlage und der andere auf die Mattseite der Einstellglasscheibe geklebt, ermöglicht das leicht. Bei der anderen Methode ist eine sehr genaue Messung der Bildgrösse auf der Mattscheibe nöthig, und diese ist selbst dann unbequem, wTenn ein Millimetermaassstab (den man nicht immer genau sieht) auf der Mattscheibe gravirt ist.
- Hinsichtlich der Bestimmung der wirksamen Oeffnung scheint die S t e inheil’sehe Methode (s. Voge 1’s Lehrbuch, III. Anfl.. pag. 228) der Miethe’sehen insofern vorzuziehen zu sein, als erstere ein Auseinanderschrauben des Objectivs nicht erfordert. Ich kenne Fälle, wo sich solches als unmöglich erwies.
- Aber die Messung des hellen Kreises giebt leicht Fehler, über den ich mich später verbreiten werde.
- Hat man nun den Durchmesser der brauchbaren runden Bildfläche, so folgt daraus noch nicht die Plattengrösse, welche ausgearbeitet -wird. Wenn der Kreis (Fig. 1) die brauchbare Bildfläche bedeutet, so lassen sich daraus die verschiedensten rechteckigen Formate herausschneiden, wie sie in Linien angedeutet sind. Der Durchmesser DI) des Lichtkreises oder des brauchbaren Bildfeldes bildet stets die Diagonale der betreffenden Platten. Wir sind aber an die im Handel befindlichen Formate gebunden. Aus nachstehender Tabelle ergiebt sich, wie gross der Durchmesser des brauchbaren Bildfeldes sein muss, wenn er die herkömmlichen Handelsplatten-Formate decken soll:
- Figur 1.
- , ©) kCs, Ab:
- UH -
- *) Aus den „Photogr. Mittheilungen“ No. 426. 1S90.
- **) Bei den Öbjectiven I—IV wurde als „brauchbare Schärfe“ eine solche bezeichnet, die eine ßfache Yergrösserung, bei V die eine 21/2fache Yergrösserung verträgt.
- Sy
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- Optische Anstalt C. P. Goerz, Berlin-Schömberg.
- Plattengrösse Nöthiger Durchmesser des brauchbaren Bildfeldes
- cm cm
- 9 X 12 15
- 12 X 16 20
- 13 X 18 22,2
- 13 X 21 24,7
- 18 X 24 30
- 21 X 26 34
- 24 X 30 38
- Ist demnach das brauchbare Bildfeld (s. u.) auf 1,2 Focus angegeben, der Focus 19 cm, so ist 1,2 X IS = 22,8 das brauchbare Bildfeld, woraus nach obiger Tabelle hervorgellt, dass das Objectiv das Format 13 X 18 (mit gegebener Blende) vollständig ausarbeitet.
- Im Allgemeinen halte ich ein Objectiv mit Oeffnung £6 (1je der Brennweite) für ein gutes, wenn es mit f/40 (einer Blende, deren Durchmesser 1jin des Focus beträgt) eine Platte scharf ausarbeitet, die ebenso lang ist, wie der Focus. Man wird an dieser Definition mäkeln können, da nach obiger Figur aus demselben Bildfelde verschieden lange Platten geschnitten werden können. Da jedoch in dieser Hinsicht die herkömmlichen Formate des Handels Beschränkungen auferlegen, so kann man schon diese Regel als Annäherung gelten lassen. Bei voller Oeffnung ist ein Objectiv als gut zu bezeichnen, wenn es ein rundes Bild von etwa 0.36 des Focus scharf liefert.
- Goerz’s Objeetive.
- Die Firma C. P. Goerz, Berlin-Schöneberg, Hauptstrnsse 7 a, sandte der Königl. techn. Hochschule 5 symmetrische Objeetive (Vor- und Hinterlinse gleich) zur Prüfung, welche folgende Resultate ergaben:
- I. Extra-Rapid-Lynkeioskop mit Irisblende Serie C No. 1.
- a) Focus f = 143 mm.
- b) Wirksame Oeffnung = 21.7 mm für die grösste Blende = f,6,6.
- ,, „ = 2,65 mm für die kleinste Blende = £54.
- c) Durchmesser der grössten Blende = 20.5 mm.
- ,, ,, kleinsten Blende = 2.5 mm.
- d) Bilddurchmesser 210 mm = 1,47 f,
- e) Durchmesser der scharfen Bildfläche bei voller Oeffnung = 60 mm = (2,4 = 0,42 f.
- „ ,, ,, „ „ kleinster Blende = 190 mm = 1,33 f.
- Das Objectiv hat nach obigen Erörterungen somit ein anerkennenswerthes Bildfeld (1,33 X f — 190), während bei gedachtem Focus 150 schon zufriedenstellend wären. Es
- arbeitet Platte 12 X 16 mit kleinster Blende für Reproduction nahezu, für Landschaften, wo der
- Seitengrund näher liegt, vollständig aus. Die Gre s tri chen h ei t der Schärfe entsprach vollständig den besten auf der Hochschule befindlichen Objectiven. Von Lichtfleck und Reflexen war nichts zu bemerken, die relative Oeffnung bei voller Oeffnung (b) = £6,6 macht das Objectiv auch zu Gruppen- und Moment-Aufnahmen geeignet. Das Schärfenfeld bei voller Oeffnung 0,42 f ist von bemerkenswerther Grösse.
- II. Extra-Rapid-Lynkeioskop Serie C No. 2.
- a) Eocus f = 190 mm.
- b) Wirksame Oeffnung = 29 mm für die grösste Blende = f/6,55.
- ., „ = 4,3 mm für die kleinste Blende = £44.
- c) Durchmesser der grössten Blende = 27 mm.
- „ „ kleinsten Blende = 4 mm.
- d) Bildkreisdurchmesser == 260 mm = 1,4f.
- e) Durchmesser der scharfen Bildfläche bei voller Oeffnung = 6,5—7,0 cm = f/2,7 -- 0,368 f.
- Durchmesser der scharfen Bildfläche hei kleinster Blende = 23,0 cm = 1,2 f.
- Dieses Objectiv entspricht dem vorigen, ist noch etwas lichtstarker und liefert mit einer etwas grösseren Blende ((44) als das vorige ein scharfes Bild, welches erheblich grösser als der Focus ist. Es reicht bei kleinster Blende für 13 X 18 Platte mehr als hin; ja es lässt sich bei weniger strengen Forderungen an die Randschärfe seihst bis Platte 13 X 21 benutzen, da nach obiger Tabelle das Gesichtsfeld (26 cm) die Platte 13 X 21 noch völlig deckt, ln Bezug auf Gestrichenheit der Schärfe entspricht es dem Objectiv No. 1 und muss demnach als ein gutes bezeichnet werden.
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- Optische Anstalt C. P. Goerz, Berlin-Schöneberg.
- J;
- III. Rapid-Lynkeioskop Serie D No. 4. |i
- a) Focus f = 232 mm. ;
- b) Wirksame Oeffnung = 30,5 mm für die grösste Blende = f/7,6. j
- „ „ = 7,9 mm für die kleinste Blende = f;30,l. ;
- c) Durchmesser der grössten Blende = 29 mm, ;
- ,, „ kleinsten Blende = 7,5 mm. ;
- d) Bildkreisdurclimesser = 275 mm = 1,2 f. ;
- e) Durchmesser der scharfen Bildfläche bei voller Oeffnung = 80—90 mm = f/2,6 :
- = 0,39 f. i
- Durchmesser der scharfen Bildfläche bei kleinster Blende = 240 mm = 1,03 f. I
- Die kleinste Blende f/30,1 ist ungewöhnlich gross. Wir empfehlen Beigabe einer noch ;
- kleineren, wodurch sich das scharfe Bildfeld noch erheblich vergrössern würde.*,) ;
- Das Objectiv ist etwas weniger lichtstark als die vorigen (Verhältniss der Helligkeiten j
- des vorigen [C] zu diesem nahezu wie 4 : 3 bei voller Oeffnung). Bei kleinster Blende dagegen d
- ist das Objectiv lichtstarker als das vorige bei kleinster Blende. Bemerkenswerth ist, |;
- dass schon mit einer Blende von f/30 ein Bild von der Länge der Brennweite j;
- ausgearbeitet wird. Das Objectiv wird sich daher für Landschaften, Architecturen, Interieurs !;
- und Eeproductionen eignen, wo man keine grossen Winkel (unter 60°; bis 60° ist die Bildlänge i;
- 1,15 Focus) nöthig hat, Das Objectiv reicht für Platte 13X^1 vollständig aus. |;
- IY. RapM-TYeitwinkel-Lynkeioskop Serie E No. 0.
- a) Focus f = 122 mm.
- h) Wirksame Oeffnung = 12,5 mm für die grösste Blende = f.10 „ „ = 2,0 „ „ ,, kleinste Blende = f.61.
- c) Durchmesser der grössten Blende = 10,5 mm.
- „ „ kleinsten Blende = 1,75 mm.
- d) Bildkreisdurchmesser = 218 mm = l.Sf.
- e) Durchmesser der scharfen Bildfläche hei voller Oeffnung = 45 —50 mm = 0,4 f.
- ,, ,, ,, ,, „ kleinster Oeffnung = 160 mm = 1.31 f.
- Das Objectiv hat ein grosses Gesichtsfeld (e), dem doppelten Focus nahezu gleichkomm end, und reiht sich dadurch jenen Objectiven an, die als Weitwinkel bezeichnet werden. Der Begriff Weitwinkel ist freilich sehr elastisch. Früher verstand man darunter Instrumente mit mindestens 90° Gesichtsfeld (Bildkreis), d. h. mit einem Bildkreisdurchmesser gleich dem doppelten Focus. Jetzt bezeichnet man aber auch Instrumente damit, deren Bildkreis einen Durchmesser von nur 1,6 —1,7 f hat. Das Objectiv wird bei Landschaftsund Architektur-Aufnahmen, bei welchen nicht auf sehr grossen Winkel, dafür aber auf grössere Lichtstärke Anspruch gemacht wird, gute Dienste leisten.
- Y. Weitwinkel-Lynkeioskop Serie F No. 00.
- a) Focus f = 91 mm.
- b) Wirksame Oeffnung = 5,9 mm für die grösste Blende = f;16.
- = 1,02 „ „ kleinste „ = f.100.
- c) Durchmesser der grössten Blende - 5,75.
- ,, „ kleinsten „ = 1,00.
- d) Bildkreisdurchmesser = 266 mm = 2,74 f.
- e) Durchmesser der scharfen Bildfläche bei voller Oeffnung = 45 mm = 0.46 f.
- „ „ ,, „ „ kleinster „ = 220 mm = 2,27 f.
- Das Objectiv offenbart sich als e cht e s W eitwink elin s trume nt, denn es erreicht die brauchbare Bildgrösse: 2 f.
- Da die brauchbare Schärfe in einer der Mattscheibe parallelen Wandfläche bestimmt wurde, so kann dieselbe für Architekturzwecke unbedenklich noch 1—2 cm grösser angenommen werden.
- Sämmtliche fünfObjective erwiesen sich frei von Focusdifferenz und Verzeichnung. W'eitere Prüfungen bleiben Vorbehalten.
- E. Vogel jun. Prof. Dr. H. W. Vogel.
- *) Diesem Wunsche wird jetzt durch Hinzufügung einer Blende z = 192 entsprochen.
- Goerz.
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- Optische Anstalt C. P. Goerz. Berlin-Schöneberg.
- i|
- (S)'
- Objectivuntersuchungen.
- Von Dr. F. Stolze.*)
- Objective von C. P. Goerz in Berlin.
- Die Doppel-Objective dieser Firma sind durchgehende symmetrische Constructionen.
- Bei der Bezeichnung der Blenden ist das von mir empfohlene System zu Grunde gelegt,
- £
- ¥
- lichtungszahlen, denen die Blendenöffnungen entsprechend gewählt sind, kommen nur die Zahlen 4 6 12 24 4S 96 192 3S4 76S
- vor.
- Die Untersuchung ergab die nachstehenden Einzolresultate:
- wonach einer jeden Blende die relative Belichtungszeit E = ^ T
- aufgeprägt ist. Als Be-
- A. Extra-Rapid-Lynkeioskop Serie C No. 2 von C. P. Goerz.
- Brennweite.............IST mm,
- Oeffnung der Staubblende 29 mm,
- "Wirksame Oeffnung ... 30 mm.
- Das Objectiv, welches den verschiedensten Zwecken dienen, also zur Aufnahme von Por-traits, Gruppen, Architecturen, Landschaften, Beproductionen geeignet sein soll, ist ziemlich kurz gebaut. Es ergab sich folgende Tabelle:
- Blendennummer nach dem Decimalsystem = Expositionszeit Scharf gezeichneter Bildkreis Brauchbarer Bildwinkel Gedecktes Bildfeld Die Tiefe der Schärfe reicht bis auf . . . m ans Objectiv
- No. cra cm m
- 4 ii 34° 6.6 X 8,6 25
- 6 13 39 Va0 8X10 20
- 12 15 45° 9,5 X H.5 15
- 24 17 501/„o 10,5X13 11
- 48 IS 53° 11 X 13.5 (>
- 96 20 58° 12X15,5 7
- 192 22 63° 13,5 X 11 4
- Das Objectiv arbeitet innerhalb der Grenzen der Schärfe sehr schön; es hat keinen chemischen Focus und verzeichnet nicht. Als eigentlicher Weitwinkel kann es nicht gebraucht werden, da der Bildkreis im günstigsten Falle 65° nicht übersteigt. Die Tiefe der Schärfe ist eine gute; doch wird man sie erhöhen, wenn man mit der Blende einstellt.
- Das Objectiv eignet sichjauch recht gut für Vergrösserungen. Es ergab sich bei Ver-grösserung aufs Vierfache:
- ¥ _______________ ____
- *) Phot. Nachrichten. Nr. 43. 1890.
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- Optische Anstatt C. P. Goerz, Per im-Schöneberg.
- Blendcnnirmmer Scharfer Bildkreis Brauchbarer Bildwinkel Bildformat
- No. cm m
- 4 40 25° 24 X 32
- 12 50 31° 30X40
- B. Rapid-Lynkeioskop Serie I) üo. 4 toii C. P. Goerz.
- Brennweite .......... 230 mm,
- Oeffnung der Staubblende 29 mm,
- Wirksame Oeffnimg . . . 31,8 mm.
- Das Objectiv ist wesentlich schlanker gebaut, als das vorige. Die Untersuchung ergab folgende Tabelle:
- Blendennunnner nach dem Decimalsystem = Expositionszeit Scharf gezeichneter Bildkreis Brauchbarer Bildwinkel Gedecktes Bildfeld Die Tiefe der Schärfe reicht bis auf . . . m ans Objectiv
- No. cm cm in
- 6 16 37° 10 X 12-5 22
- 12 19 43° 12 X 14 16
- 24 22 49° 14 X17 12
- 48 26 57° 16 X 20,5 9
- 96 31 65’i2° 19 X 24 7
- Die Schärfe ist eine sehr schöne innerhalb der angegebenen Grenzen. Sowohl bei diesem als bei dem vorhergehenden Objectiv kann bei der Untersuchung der Grenzen der Schärfe leicht ein Irrthum entstehen, und man kann glauben, dass die Schärfe schon bei grösseren Blenden bis dicht an den Rand reicht, wenn man hauptsächlich senkrechte Linien — z. B. einen Gitterzaun — in der Horizonthöhe zu phowgraphiren hat. Genauere Betrachtung zeigt aber bald, dass ausserhalb der angegebenen Grenzen ganz ausserordentlich starker Astigmatismus auftritt: alle senkrecht zum Radius des Bildfeldes stehenden Linien sind noch schneidend scharf, während alle radialen schon völlig verschwimmen.*) Das soll nicht etwa ein Tadel sein, denn die Grenze der Schärfe ist eine durchaus gute. Aber es scheint mir angemessen, auf diesen ausserhalb der Schärfe liegenden hochgradigen Astigmatismus, wie ich ihn bei keiner anderen Objectivconstruction gefunden habe, und der, weil er mit dem Einsetzen kleinerer Blenden völlig verschwindet, in keiner Weise schädlich ist, hinzuweisen, weil dadurch ein Licht auf die Prin-cipien der Construction gewürfen wird. Bei anderen Objectiven ist ausserhalb der Grenzen der Schärfe das Bild nicht etwa besser, sondern nur gleichmässiger unscharf, während hier noch immer zahlreiche scharfe Linien auftreten. — Als Weitwinkel ist dies Objectiv natürlich gleichfalls nicht beabsichtigt. Die Tiefe der Schärfe entspricht der bei der vorigen Serie.
- Das Ergebniss für Vergrösserungen zeigt die nachstehende Tabelle:
- Biendennummer Scharfer Bildkreis Brauchbarer Bildwinkel Bildformat
- No. cm cm
- 6 51 24° 30 X 40
- 12 62 29° 38X49
- C. Rapid-Weitwinkel-Lyiikeioskop Serie E No. 0 von C. P. Goerz.
- Brennweite ...... 120 mm,
- Oeffnung der Staubblende 11 mm,
- Wirksame Oeffnung ... 12 mm.
- *) Anmerkung: Der Astigmatismus ist mit Absicht mehr für die senkrechten Linien corrigirt, weil diese viel häutiger als die wagerechten im Bilde auftreten. Bei Architecturen z. B. erscheinen die senkrechten Linien wieder als solche, während die in der Katar wagerechten im Bilde wegen der Perspective meistens abweichen, falls das zu phofcographirende Object nicht genau senkrecht zur Objectivachse steht. — C. P. Goerz.
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- Optische Anstalt C. P. Goerz, Berlin-Schöneberg.
- Dies Objectiv hat die kurze und gedrungene Form der Weitwinkelobjektive, zu denen es in der That gerechnet werden muss, wie es denn auch von der Firma als „Rapid-Weitwinkel-Liynkeioskop1' im Preisvcrzeichniss geführt wird. Die Prüfung ergab die folgenden Werthe:
- Blendennummer nach dem Decimalsystem = Expositionszeit Scharf gezeichneter Bildkreis Brauchbarer Bildwinkel Gedecktes Bildfeld Die Tiefe der Schärfe reicht bis auf . . . m ans Objectiv
- No. cm cm m
- 12 10 45° 5,7 X FS 12
- 24 12 530 7,5 X 9,5 9
- 48 14 60i;.,° 8,5 X 11 7
- 96 17 TO1/»0 11 X 18 5
- 192 19 DF 20 12X14 0
- 3S4 22 Sb1;.,0 14X17 2
- Das Objectiv giebt auch ausserhalb der angegebenen Grenze der Schärfe, die sehr schön ist. noch einen Bildcharakter, der am Bande des Bildes für manche Zwecke, wie z. B. Momentaufnahmen, vollkommen ausreicht. Denn die Schärfe nimmt sehr allmählich ab, und es ist niciits von dem bei A und B vorhandenen Astigmatismus zu bemerken. Das Objectiv ist für Landschafts- und Architecturaufnahmen in hohem Grade geeignet.
- Für Yergrösserungszwecke wurde keine Probe gemacht da die Brennweite für die vorhandenen Einrichtungen zu klein ist. Gewiss ist es aber, seinem Bildcharakter nach, trefflich dazu geeignet, wie es sich denn zweifellos auch für viele Beprodnctionszwecke bewähren wird.
- D. Weitwinkel-Lynkeioskop Serie F No. 00 von C. P. Goerz.
- Brennweite..............90 mm,
- Oeffnung der Staubblende 5,6 mm, Wirksame Oeffnung ... 6,4 mm.
- Auch dies Objectiv ist, abweichend von zahlreichen anderen Weitwinkeln, eine voll kommen symmetrische Construction. Es hat, entsprechend seinem Zweck, eine ganz gedrungene Form und Botationsblenden. Nachstehend folgen die Resultate der Untersuchung:
- Blendennummer nach dem Decimalsystem = Expositionszeit Scharf gezeichneter Bildkreis Brauchbarer Bildwinkel Gedecktes Bildfeld Die Tiefe der Schärfe reicht bis auf . . . tu ans Objectiv
- No. cm cm cm
- 24 _
- 48 12 67 V 7.5 X 9>5 5
- 192 15 79 ’/.,c 9.5 X 11.5 4
- 3S4 18 90° 11X13-5 3
- 768 21.5 100° 14 X 16 IX
- Die Schärfe mit kleinen Blenden ist eine sehr schöne. Lichtfleck ist ebensowenig hier, als bei den Objectiven A, B, C vorhanden. Selbstredend wurde auch dies Objectiv nicht für Yergrösserungen geprobt,
- ;j Im Gauzen muss diese Objectivuntersuchung' als befriedigend in hohem Grade bell trachtet werden. Sowohl nach der Richtung vermehrter Lichtkraft als nach der der Bild-
- 11 winkelvergrösserung bei genügender Lichtkraft sind seit der ersten Construction der Aplanate
- i; gewaltige Fortschritte gemacht worden, und wir können uns mit Stolz sagen, dass es
- i| deutsche Firmen sind, welche hierbei die Führung haben. Die vorliegend geprüften Ob-
- jective sind schöne Proben dieser Thatsache; sie beweisen zugleich, wie ausser den a!t-:j bewährten deutschen Ohjeetiviirmen immer neue in die Arena treten und den grossen ii Wettstreit mitkämpfen.
- Dr. F. Stolze,
- Vorsitzender des Photographischen Vereins in Berlin.
- ! Ihre Objective der Serie 0 habe ich geprüft und gefunden, dass dieselben bei gleicher Licht-
- • stärke ein grösseres scharf ausgezeichnetes Bildfeld liefern, als entsprechende
- • Objective anderer Fabrikanten. Aus diesem Grunde halte ich Ihre Objective für die ge-% eignetesten für meinen Momentapparat.
- 0 Lissa, den 21. Juli 1889.
- Ottomar Anschütz.
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- Optische Anstalt C. P. Goerz, Berlin-Schöneberg.
- Die grossen Fortschritte auf allen Gebieten der Photographie | liessen einige eingehende Modificationen in den bisher gebrauch- ! liehen Formen der Objective nothwendig erscheinen.
- Von vielen Fachleuten wurde darauf aufmerksam gemacht, dass die von den verschiedenen Fabrikanten festgesetzten, meist ganz willkürlich gewählten Objectivbrennweiten den gewöhnlich gebräuchlichen Plattengrössen zu wenig entsprechen. Ausserdem wurde festgestellt, dass die zweckmässigsten Brennweiten für einige der j beliebtesten Plattenformate in den Preislisten anderer Fabrikanten photographischer Objective gar nicht vertreten sind.
- Die hervorragenden, in den letzten Jahren in Deutschland (Schott u. Gen., Jena) errungenen Fortschritte in der Verbesserung d es optischen Glases, welche schon jetzt auf dem j Gebiete der mikroskopischen und der astronomischen Objective als !
- epochemachend anerkannt sind, haben eine nicht unwesentliche Er- !
- höhung der Leistungsfähigkeit der Photographen-Objective zur Folge gehabt.
- Durch die von mir hergestellten, im vorliegenden Preisver-zeichniss aulgeführten Objective suche ich einestheils rationelle, I mit den gebräuchlichen Plattengrössen im Einklang stehende Brennweiten in Anwendung zu bringen, anderntheils auch den Vorzügen des neuen Jenaer Glases (insbesondere des Barytglases) nach Möglichkeit Geltung zu verschaffen.
- In Folge meiner Verbindung mit dem sowohl auf dem Gebiete der theoretischen Optik bekannten, wie in der optischen Technik erfahrenen Ingenieur Herrn C. Moser, bin ich im Stande, allen Fortschritten, welche die Verbesserung des Glases und die neuesten Errungenschaften der Theorie ermöglichen, gerecht zu werden.
- Mit den im vorliegenden Verzeichniss aufgeführten Objectiven bezwecke ich, in Bezug auf die Brennweiten ein in gewissem Sinne einheitliches System einzuführen, welches dahin zielt,
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- Optische Anstalt C. P. Goerz, Berlin-Schöneberg.
- im?
- \ an Stelle der ausserordentlich mannigfaltigen Brennweiten der anderen
- : Fabrikanten eine beschränkte Zahl zweckmässig gewählter und in
- : runden Zahlen gehaltener Werthe dieser Grössen zu setzen. Wir
- i bezwecken dadurch, dem Photographen die Orientirungssfudien be-
- I treffs Bildgrösse und Objectabstand soviel als möglich zu ersparen.
- ; Dementsprechend haben alle, dieselbe Nummer tragen-
- I den Objective, gleichgültig welcher Serie sie an-
- i gehören, die nämliche Brennweite, also auch gleiche
- ; Bildgrössenverhältnisse, und es enthalten meine verschiedenen Ob-
- ; jective nur 14 verschiedene Brennweiten (von den Reproductions-
- ; aplanaten abgesehen, 'welche aussergewöhnlichen Bedingungen zu
- I genügen haben). Für die Bildgrössen- und Abstandsverhältnisse
- i dieser Objective findet sich nachstehend auf Seite 18 eine für alle
- Fälle ausreichende, bequeme Tabelle, welche dem Photographen, der an die Dimensionen des Ateliers gebunden ist, sofort Auskunft giebt, welchen Objectabstand er zu wählen hat, um für irgend ein Objectiv eine bestimmte Bildgrösse zu erzielen.
- Die aufgeführten Brennweiten sind überall als äquivalente,
- I vom zweiten Hauptpunkt des Systems an zu messende, zu verstehen,*) sind also gleichbedeutend mit der Brennweite einer sehr dünnen einfachen Sammellinse, "welche ein gleich grosses Bild geben ; würde. Die Brennweiten meiner Objective werden mit jeder wünscheiis-iii werthen Genauigkeit innegehalten.
- jj In Bezug auf die Blenden habe ich ein zweckentsprechendes
- U einheitliches System eingeführt, welches den Photographen
- ; in den Stand setzt, für jedes meiner Objective, bei Verwendung
- irgend einer Blende, die richtige Expositionszeit mit grosser Leichtig-! keit festzustellen. Jeder Blende ist eine Zahl aufgeschrieben, welche i mit der relativen Belichtungszeit direct proportional ist; diese Be-I lichtungszahlen stehen unter sich in sehr einfachen Verhältnissen, || und es ist die Anzahl derselben wieder eine möglichst beschränkte.
- *) Um experimentell die Brennweite eines Übieetivs zu ermitteln, empfiehlt sich folgende Methode, welche dein Princip nach in allen Fällen streng richtige Resultate giebt. und in der Praxis leicht mit hinreichender Genauigkeit ausgeführt werden kann:
- Man stellt die Camera so auf, dass das Bild eines scharf begrenzten Gegenstandes in natürlicher Grösse erscheint (wobei der Gebrauch eines Zirkels gute Dienste leistet) und markirt die Lage der matten Scheibe für diesen Fall. Sodann markirt man auch die Lage der matten Scheibe, für welche ein sehr weit entferntes Object scharf erscheint. Die Differenz der beiden Einstellungen ist die äquivalente Brennweite.
- Wäre der Abstand der beiden Hauptpunkte des Systems von einander verschwindend klein, so könnte man die äquivalente Brennweite auch als den 4ten Theil desjenigen Abstandes von Gegenstand und Bild erhalten, für welchen beide gleich gross sind.
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- Optische Anstalt C. P. Goerz, Berlin-Schöneberg.
- Irgend zwei meiner Objective, gleichgültig welcher Serie und Nummer jedes angehören mag, verlangen die nämliche Belichtungszeit, wenn sie mit zugehörigen gleichbezifferten Blenden angewendet werden.
- Alle meine Objective sind von Focusdifferenz (chemischem Focus) streng frei und geben ebene scharfe Bilder mit möglichst gleichmässiger Deutlichkeit über die ganze Bildfläche. Bei den zusammengesetzten Objectiven sind Kugelgestaltfehler (sphärische Abweichung) und Verzeichnung streng gehoben, bei den einfachen Linsen auf ein Minimum reducirt.*) Es kann bei allen meinen Objectiven stets mit grösster Oeffnung eingestellt werden, auch wenn mit den kleinen Blenden photographirt werden soll.
- Bei allen meinen Linsen kommt nur gut haltbares (kein hygroskopisches oder zur Verwitterung geneigtes) und möglichst licht durchlässig es Glas bester Qualität zur Verwendung, welches vor der Verarbeitung durch strenge Methoden auf Freiheit von Schlieren und Spannungen geprüft, und spectrometrisch auf die Dichtigkeit der optischen Constanten untersucht wird.
- Die Technik in der Herstellung der Linsen beruht auf streng-wissenschaftlichen Grundlagen, welche gestatten, die durch die Theorie festgestellten Badien und Dicken in gleicher Weise wfle bei der Anfertigung astronomischer Objective, mit fast absoluter Genauigkeit innezuhalten. Auf gute Centrirung, rationelle Form der Fassung und möglichste Beseitigung alles diffusen Lichtes ist besonderes Gewicht gelegt.
- Jedes Objectiv wird vor der Ablieferung sorgfältig geprüft, so dass ich für tadellose Qualität und höchste Leistungsfähigkeit einstehen kann.
- Von einer Ausstattung der Objective mit Zahnstange und Trieb wurde im Allgemeinen abgesehen, da die Vollkommenheit der heutigen Cameras diese Einrichtung, welche eine ziemlich erhebliche Preiserhöhung mit sich führt, nicht erfordert.
- Durch zweckmässige Einrichtung meiner Anstalt und passende Arbeitsteilung ist es mir möglich geworden, die Preise trotz der höchste!: Anforderungen, die ich an die Vollkommenheit meiner Objective stelle, verhältnissmässig niedrig halten zu können und durch den grossen Betrieb mit Dampf bin ich in der Lage, auch die umfangreichsten Aufträge in verhältnissmässig kurzer Zeit auszuführen.
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- *) Ueber die Theorie meiner einfachen Linsen findet sich Näheres in Eder’s Jahrbuch der Photographie etc., Halle 1889.
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- Optische Anstatt C. P. Goerz,
- Bevlin-Schöneberg.
- Um den verschiedenen Aufgaben der Photographie in jedem speciellen Falle in möglichst vollkommener Weise gerecht zu werden, ist die Construction einer grösseren Anzahl von verschiedenen Ob-jectivtypen unerlässlich.
- In nachstehendem Yerzeichniss sind die Eigenschaften der ! Objective der verschiedenen;, Serien 'jnäher' beschrieben \ und: man i wird sich aus diesen Angaben unschwer ein Bild machen können, welches Objectiv für irgend einen vorliegenden Zweck das passendste ist.
- Bei der Wahl eines Objectivs kommt ausser der Brennweite, welche die Grösse des Bildes für einen bestimmten Objectabstand bedingt (näheres ersieht man aus der Verkleinerungstabelle S. 19), in erster Linie Lichtstärke, Bildwinkel und Tiefe in Betracht. Leber die Lichtstärke, welche durch das Verhältnis von wirksamer Oeffnung zur Brennweite des Objectivs bedingt ist, sowie über den Bildwinkel, durch welchen wieder in Verbindung mit der Brennweite die Plattengrösse begrenzt wird, finden sich im nachstehenden Preisverzeichnis für jedes Objectiv hin-I| reichende Angaben; dagegen ist es nothwendig, hier einige Worte I über die sogenannte Tiefe der Schärfe zu sagen. Es sind hierüber :j in den Preislisten selbst hervorragender Fabrikanten, sowie in Lehr-ij btichern vielfach irrthümliche Vorstellungen verbreitet, nach welchen gewissen Constructionen unter sonst gleichen Umständen eine bell sondere Tiefe innewohnen sollte, während doch die Tiefe der Schärfe I in erster Linie ganz und gar unabhängig von der besonderen Ohls jectivconstruction und nur von dem Verhältniss der wirksamen Oeffnung zur Brennweite und von dem absoluten Werthe der Brennweite selbst abhängig ist,*) und zwar so, dass die Tiefe um so grösser ist, je kleiner das Verhältniss von Oeffnung zur Brenn-
- . darüber Burton
- British Journal of Photography 1886
- ^ "O Vergl
- yf) pag. 727.
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- Optische Anstalt C. P. Goerz, Berlin-Schömberg.
- weite und je kürzer die Brennweite überhaupt wird.*) Nur in | dem Sinne, als das Licht durch Reflexion an den Linsenflächen und Absorption durch das Glas und die Kittsubstanz verschiedenartig | geschwächt wird, können Objective von gleichem Oeffnungsverhältniss und gleicher Brennweite etwas verschiedene Lichtstärke und folglich bei gleicher Lichtstärke etwas verschiedenes Oeffnungsverhältniss, j somit auch etwas verschiedene Tiefe besitzen, und es stellen sich natur- j gemäss in dieser Beziehung Linsen mit möglichst wenig und schwach spiegelnden Flächen, bei Verwendung möglichst lichtdurchlässigen Glases und Kittes am günstigsten, welchen Anforderungen bei derCon-struction meiner Objective ganz besondere Bedeutung beigelegt wurde.
- Berücksichtigt man die vorstehend erwähnten Beziehungen, so ist ohne Weiteres klar, dass im nachstehenden Verzeichniss in jeder Serie die kleinsten Nummern die grösste, die grössten Nummern die kleinste Tiefe besitzen, während ausserdem die Objective der Serie F die tiefsten, die der Serie C die am wenigsten tiefen sind, und die übrigen Serien, dem jeweiligen Oeffnungsverhältnisse entsprechend, zwischenliegende Werthe für die Tiefe aufweisen. Es wird daher nicht nothwendig sein, an jeder Stelle besonders auf diese Eigenthümlichkeiten aufmerksam zu machen. Dass die Tiefe eines jeden Objectivs zunimmt, sobald die Blende verengert wird, bedarf wohl kaum noch der Erwähnung. (Näheres ist aus der Tabelle Seite 18 zu ersehen.)
- *) Wenn Praktiker bei Objectiven von gleichen Oeffnungsverhältnissen !j und gleicher Brennweite verschiedene Tiefe wahrzunehmen glauben, so liegt
- p dies darin, dass in den verschiedenen Fällen die Tiefe, vom eingestellten
- Ü Object aus, verschiedenartig nach Vorn oder nach Hinten vertheilt ist,
- ;! welche Erscheinung eintritt, sobald ein Objectiv nicht vollkommen frei von
- j Focusdifferenz ist oder eine Wölbung der Bildfläche zeigt. Objective, welche
- von diesen Fehlern frei sind, geben eine ganz gesetzmässige Vertheilung ji der Schärfe vom eingestellten Object aus nach ferner liegenden wie nach
- ;i näher liegenden Gegenständen.
- Anmerkung: Um meine Objective besser zu charakterisiren, habe ich folgende Bezeichnungen eingeführt:
- Serie C, Extra-Rapid-Lynkeioskop (früher Universal-Aplanat),
- ,, D, Rapid-Lynkeioskop (früher Rectiplanat),
- ,, E, Rapid-Weitwinkel-Lynkeioskop (früher lichtstarker Weit-
- winkel-Aplanat),
- ,, F, Weitwinkel-Lynkeioskop (früher Weitwinkel-Aplanat),
- : „ G, Weitwinkel-Reproductions-Lynkeioskop (früher Weitwinkel-
- i Reproductions-Aplanat).
- Soweit noch Vorrath vorhanden, werden die Objective noch mit @5 den alten Bezeichnungen geliefert.
- V5
- sä
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- Optische Anstalt (l P. Goerz, Berlin -Schöneberg.
- Blendensystem und Helligkeit unserer öbjective.
- Jeder Blende ist die relative Belichtungszeit aufgeschrieben und zwar nach dem System von Dr. Stolze:
- 1
- Z“10
- wo f die äquivalente Brennweite und d die wirksame Oeffnung des Objectivs bedeutet.
- In diesem System kommt die Belichtungszahl 1 einem Objectiv
- 1 1
- äquivalenten
- G)'
- zu,
- dessen wirksame Oeffnung = —der
- ö flO 3,16
- Brennweite ist; die; Belichtungszahl 4 entspricht einem Objectiv,
- 11
- dessen wirksame Oeffnung = r ^ der äquivalenten Brenn-
- weite ist, u. s. w.
- Bei den nachstehend verzeichneten Objectiven (Beproduc-tionsaplanate ausgenommen) kommen nun einzig die Belichtungszahlen
- 4 6 12 24 48 96 192
- vor, welche den Oeffnungsverhältnissen
- FFF F FFF
- “ 21,9
- 384 768
- F
- 62
- F_
- 8736
- 6,3 7,7 11 15,5 21,9 31 43,8
- entsprechen, und zwar bei den Objectiven der Serie C die Belichtungszahlen 4 6 12 24 48 96 192 „ D .. 6 12 24 48 96 192
- „ E „ 12 24 48 96 192 384
- „ F , „ 24 48 192 384 768
- Bei jeweilen grösster Blende sind somit: die Öbjective Serie D 2/„ so lichtstark wie die Öbjective der Serie C „ E Gl , , .. „ „ „ „ c
- •• •• „ „ „ D
- F b« „ „ „ „ „ „ C
- 1 5, „ ;• » » n 7)
- E
- , r, )• r 7? ;• )• 1J
- Wirksame Oeffnung. Man erhält dieselbe experimentell, wenn man an Stelle der matten Scheibe der Camera (welche für ein weit entferntes Object eingestellt ist) eine dünne, in der Mitte eine kleine Oeffnung tragende Blechscheibe setzt, letztere von hinten stark erleuchtet und den Durchmesser des vorn aus dem Objectiv austretenden Lichtkegels auf der ersten Fläche des Objectivs misst.
- %
- 1/3
- 1/
- / 2
- */«
- X
- 1/
- 12
- «t?
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-
- — 17 •
- Optische Anstatt C. P. Goerz,
- Berlin-Schömberg.
- | Bei der Landsehaftslinse (mit Vorgesetzter Blende) ist die | wirksame Oeffnung genau gleich dem Blendendurchmesser. Da-j gegen ist bei den zusammengesetzten Objeetiven, wegen der Con-| vergenz der Lichtstrahlen zwischen den Einzellinsen, die wirksame i Oeffnung immer grösser als der Blendendurchmesser.
- | Für meine Objective ist bei:
- Serie C die wirksame Oeffn. gleich dem Blendendurchm. vermehrt um 1/io ders.,
- I Umgekehrt ergiebt sich bei vorgeschriebener wirksamer Oeff-
- nung bei:
- i Serie 0 der Blendendurchm. gleich d. wirksamen Oeffn. vermindert um f/g ders .
- 3 B ,, „ J- „ n » „ ;9 „
- » F „ j, „ „ „ „ „ » /io »
- p i/„
- :| Bei den, den Blenden meiner Objective aufgeschlagenen Be-
- ll lichtungszeiten ist den eben erwähnten Modificationen streng Rech-!| nung getragen, so dass irgend zwei Objective, welche mit zugell hörigen, gleiche Belichtungszahlen tragenden Blenden gebraucht ij werden, wirklich in aller Strenge gleiche Expositionsdauer erfordern.
- Es würel kaum nothwendig sein, noch hervorzuheben, dass die oben defmirten Belichtungszahlen (Normalbelichtungszahlen) sich auf den Fall beziehen, wo das Object verhältnissmässig weit ent-|: fernt, die lichtempfindliche Platte also in der Nähe der Einstellungs-i: ebene für ein unendlich entferntes Object ist. Dieser Fall ist bei der Aufnahme von Negativen (namentlich unter den Verhältnissen i; der Amateurphotographie) fast immer mit genügender Annäherung | vorhanden. Ist das Object sehr nahe, so wird sich die Lichtstärke
- j vermindern, die Belichtungsdauer also vergrössern; doch tritt dieser I; Fall meistens nur an den Fachphotographen heran (besonders bei Vergrösserung oder Verkleinerung schon vorhandener Bilder) und dieser ist gewöhnlich durch die photographischen Handbücher im Besitze ausreichender Tabellen für die in Frage stehenden Verhältnisse, so dass ich hier füglich davon absehen kann, auf die-lj selben näher einzugehen.
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- Optische Anstalt C. P. Goerz, Berlin-Schöneberg.
- *=---------- •"" ......... . . • • • &
- Verlängerung der Vereinigungsweite der Linse bei verschiedener Entfernung des Objectes.
- Es giebt für jedes Objeetiv eine gewisse Entfernung, von welcher ab die Parallaxen der leuchtenden Punkte so klein sind, dass man die auffallenden Strahlen als unter sich parallel betrachten kann. In diesem Palle liegt das deutliche Bild in der Brennebene des Objectivs, d. i. in der Ebene, welche der Einstellung für ein | unendlich weit entferntes Object entspricht.
- Nachstehende Tabelle giebt an, wie weit bei meinen Objectiven das deutliche Bild hinter der Brennebene liegt, wenn das Object in endlicher (zum Theil ziemlich naher) Entfernung vor dem Objeetiv liegt.
- 1000 Entfernung i 100 | 50 des Objects in Metern | 25 | 10 | 7,5 ! 5
- Objeetiv Mo. Aequiv. Brennweite cm Die Vereinigungsweite ist grösser als die Brennweite um nachstehenden Betrag in mm
- 000 6 0,0 0.0 0,1 0,1 0,4 0,5 0,7
- 00 9 0,0 0,0 0,1 0,3 0,8 1,1 1,6
- 0 12 0,0 0.1 0,2 0,6 1,4 1,9 2,9
- 1 15 0,0 0,2 0,4 0,9 2,2 3,1 4.6
- 2 18 0,0 0,3 0,6 1.3 3,3 4,4 6,7
- 3 21 0,0 0,4 0,9 1,8 4,5 6,0 9,2
- 4 24 0,1 0,6 1,2 2,3 6,0 7,9 12,2
- 5 27 0,1 0,7 1,5 2,9 7,6 10,1 15,4
- 6 30 0,1 0,9 1,8 3,6 9,3 12,5 19,0
- 7 36 0,1 1,3 2,6 5.3 13,4 18,1 27,9
- 8 48 0,2 2,3 4,6 9,4 24,2 32,8 50,1
- 9 60 0,4 3,6 7,3 14,8 38,3 52,2 81,8
- Diese Tabelle ist sehr instructiv. Sie zeigt, dass z. B. das I Objeetiv No. 000 für ein 10 m entferntes Object nur 0,4 mm Ver-! Schiebung der Visirscheibe erfordert (gegen die Einstellung auf Unendlich), während z. B. das Objeetiv No. 3 diese Verschiebung | schon für ein 100 m entferntes Object bedingt. Da bei den gewöhnlich angewendeten Helligkeitsverhältnissen ein Fehler von | 0,4 mm in der Einstellung der Visirscheibe noch keine wesentliche
- Unschärfe des Bildes mit sich führt, so wird also das Objeetiv No. 000 alle weiter als 10 m, das Objeetiv No. 3 alle weiter als | 100 m, das Objeetiv No. 9 jedoch nur alle weiter als 1000 m
- | gelegenen Objecte gleichzeitig scharf abbilden, etc.
- Allgemein ist aus der Tabelle ersichtlich, dass die Tiefe des Objectivs (unter sonst gleichen Umständen, nämlich bei gleichen Oeffnungsverhältnissen oder gleichen Belichtungszahlen) mit zunehmender Brennweite rasch abnimmt.
- 8?
- Wenn das Object der Linse sehr nahe liegt, so muss die Visirscheibe oder die lichtempfindliche Platte von der Brennebene
- 8?
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- entfernt werden, wodurch die weiter entfernten Objecte aus der Einstellungsebene kommen und unscharf erscheinen.
- Die vorstehende Tabelle kann dazu dienen, ein Object ohne Hülfe der matten Scheibe scharf einzustellen, wenn die Entfernung | desselben annähernd bekannt ist (etwa durch Abschreiten) und wird ! sich daher bei manchen Detectiv-Cameras als nützlich erweisen.
- Yerkleiiierongs-Tabelle.
- Verkleinerung =
- lOmaljlömal ;20mal 125 mal jSOmal !40mal]50mal|100mal
- '""Ko." des Ob-jectivs Äequiv. Brennweite cm Erforderlicher Abstand (in Meter) von Objectiv und Object
- 000 6 0,7 1,0 1,3 1,6 1,9 2,5 3,1 6,1
- 00 9 1,0 1,4 1,9 2,3 2,8 3,7 4,6 9,1
- 0 12 1,3 1,9 2,5 3,1 3,7 4,9 6,1 12,1
- 1 15 1,6 2,4 3,1 3,9 4,6 6,1 7,6 15,1
- 2 18 2,0 2,9 3,8 4,7 5,6 ty,4 9,2 18,2
- 3 21 2,3 3,4 4,4 5,5 6,5 8,6 10,7 21,2
- 4 24 2,6 3,8 5,0 6,2 7,4 9,8 12,2 24,2
- 5 27 3,0 4,3 5,7 7,0 8,4 11,1 13,8 27,3
- 6 30 9 9 0.0 4,8 6,3 7,8 9,3 12,3 15,3 30,3
- 7 36 4,0 5,8 7,6 9,4 11,2 14,8 18,4 36,4
- 8 48 5,3 7,7 10,1 12,5 14,9 19,7 24,5 48,5
- 9 60 6,6 9,6 12.6 15,6 18,6 24,6 30,6 60,6
- Der Gebrauch dieser Tabelle wird am besten durch ein paar Beispiele erläutert:
- 1. Angenommen, man wolle einen Mann von 1,70 m Höhe so abbilden, dass eine 20 malige Verkleinerung stattfindet, das Bild also 85 mm hoch wird, so muss die Entfernung des Mannes vom Objectiv bei No. 0 2,5 m, bei Objectiv No. 3 aber 4,4 m betragen etc.
- 2. Um von einem Haus von 20 m. Breite ein 100 mal kleineres, also 20 cm breites Bild zu erhalten, muss man sich mit dem Objectiv No. 4 im Abstand von 24,2 m und mit dem Objectiv No. 9 im Abstand von 60,6 m von demselben aufstellen, etc.
- Anmerkung.
- Die in nachstehendem Verzeichniss aufgeführten Plattengrössen sind bei sämmtlichen Serien für die üblichen Plattenformate nach unten abgerundet und werden reichlich ausgezeichnet, so dass noch einiger Spielraum zur Verstellung des Objectives vorhanden ist. Da überall der Durchmesser des runden Bildes angegeben ist, so kann man sich das genaue Plattenmaass auch für beliebige andere Formate mit Leichtigkeit ausrechnen.
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- Optische Anstalt C. P. Goerz, Berlin -ScJtöneberg.
- m
- ^erie C.
- Extra-Rapid-Lynkeioskop.
- Bei diesem Objectiv (symmetrische Linsencombination ans zwei : gekitteten Linsenpaaren, beträgt die freie 0 eff n u n g de n 5r b i s
- /P F\
- ;! 5,5. Theil der Brennweite ^ bis --^1. Dasselbe hat also
- P vollkommen genügende Lichtstärke, um für alle Moment-Aufnahmen
- im Freien und für Portrait-Aufnahmen im Atelier oder Zimmer
- 7 zu dienen. Bei Anwendung von Blenden eignet sich das Objectiv H
- vorzüglich zur Aufnahme von Gruppen, Architecturen, Landschaften jj und auch zu Vergrösserungen und Beproductionen, lässt über- !i haupt eine sovielseitige Anwendung zu, wie keine I andere Photographen linse. Entfernt man die Vorderlinse, |j so erhält man eine gute Landschaftslinse, welche ein nahezu ! doppelt so grosses Bild wie der ganze Aplanat giebt, natürlich j aber eine etwa doppelt so lange Camera verlangt, um die Bild- ! grosse auszunützen. j
- Das Objectiv ist aus äusserst lichtdurchlässigem Glas con- | struirt und aufs Sorgfältigste von Focusdifferenz und von sphärischer i Abweichung corrigirt. .Das Bild ist plan und vollkommen von j Verzeichnung frei. |!
- Der Bildwinkel beträgt 70°. Für eine Platte, deren I Seiten sich wie 3 zu 4 verhalten, ist also die Bildlänge (d. i. die i!
- % grösste Seite des Bildes) grösser als die Brennweite. ^'
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-
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- 21
- Optische Anstalt C. P. Goerz, Berlin-Schöneberg.
- iS''
- Serie C Aequival. Freie Plattengrösse Durchmesser des runden Preis
- Brenn- mit grösster mit kleinster Bildes mit
- No. weite Blende Blende kleinster Blende
- cm mm cm cm cm Ji
- 000 6 12 4x4 6x6 8,5 35
- 00 9 18 5x7 7x10 12.5 40
- 0 12 23 6x8 9x12 17 50 i
- 1 15 29 9x12 12x16 20 60
- o 18 35 f 9x12 \ 1 10x13 j 13x18 25 70 jj
- 3 21 40 12x16 18x24 30 80
- 4 24 43 13x18 J 18x24 1 1 21x27 J 35 90 5
- 5 27 46 f 13x18 1 1 13x21 j f 21x27 1 t 24x30 | 38 100 1
- 6 30 53 13x21 24x30 42 120 3
- 7 36 64 18x24 30x10 50 170 i
- 8 48 75 24x30 40x50 67 230 i
- 9 60 86 30x40 50x60 84 350 ;
- 10 75 125 40x50 60x70 100 500
- 11 90 150 50x60 80x90 120 975 1
- No. 1 der Serie C wird speciell für
- Anscliütz’ Moment-Apparat
- und auch für andere Apparate ohne Einstellungsvorrichtung mit Zahn und Trieb zum Einstellen, und mit Irisblende geliefert.
- Letztere ist sehr bequem und praktisch, da die Abblendung durch einfaches Schieben eines Knopfes a bewirkt wird. Der Grad der Abblendung lässt sich auf einer an der Fassung angebrachten Scala ablesen (Fig. 2 und 3).
- Extra-Rapid-Lynkeioskop Serie C. No. 1 mit Zahn und
- Trieb und Irisblende...........................-4 80,—
- Fig. 2. Extra-Rapid-Lynkeioskop Serie C No. 1 mit Irisblende (kleinste Oeffnung).
- WWfGA
- ypsj'p\p-J/jP-
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- Optische Anstalt C. P. Goerz, Berlin-Schöneberg.
- Serie D.
- Rapid-Ly nkeio skop.
- Fig. 4.
- Dieses Objeciiv ist in Ausstattung und optischen Eigenschaften dem Extra-Rapid-Lynkeioscop Serie C ganz gleich, nur mit dem Unterschiede, dass die Linsen etwas kleiner, Lichtstärke und Feld daher etwas geringer sind. Die freie Oeffnung beträgt den
- /F F\
- 6. bis 6.5. Theil der Brennweite I — bis n \.
- \6 6,0/
- Der Bildwinkel ist 62°.
- Serie D No. Aequival. Brenn- weite cm Freie Oeffnung mm Platten mit grösster Blende cm grosse mit kleinster Blende cm Durchmesser des runden Bildes mit kleinster Blende cm Preis Jk
- 000*) 6 9 3x3 5x5 7 23
- 00*) 9 15 4x4 6x6 11 34
- 0*) 12 20 5x7 7x10 14 39
- 1 15 25 6x8 9x12 18 45
- 2 18 31 9x12 13x18 22 50
- 3 21 35 12x16 13x21 25 60
- 4 24 37 13x18 18x24 29 70
- 5 27 40 13x18 21x27 32 80
- 6 30 47 13x21 24x30 36 100
- Fig. 5.
- *) No. 000, 00, 0 sind besonders für Detectiv-Cameras bestimmt und werden deshalb auch in einer für diesen Zweck geeigneten Fassung (Fig. 5) geliefert. Die Blende entspricht einem Yerhältniss von Oeffnung
- zu Brennweite von 1 : 10
- No. 000 Rapid-Lynkeioskop für Platten 4x5,5 cm.........Jk 18
- » 00 ,, „ „ 6x8 „ ..............„29
- „ 0 „ „ „ 8x10 „ ....... „ 34
- Die Objective für Detectiv-Cameras werden auf Wunsch mit verschiebbaren Blenden und mit Vorrichtung zum Einstellen versehen.
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- Optische Anstalt C. P. Goerz, Berlin-Schömberg.
- Serie E.
- Rapid-W eitwinkel-Lynkeioskop.
- (Xene Construction.)
- Dieses Objectiy zeichnet sich durch seinen grossen Winkel bei ziemlicher Lichtstärke aus. Die freie Oeffnung beträgt
- / F F \
- den 7. bis 8. Tkeil der Brennweite ^y bis yjj ; der
- Bildwinkel ist 82°. Mit kleinster Blende zeichnen sie Platten aus, deren Länge dem fachen Betrag der Brennweite gleichkommt. Die Eigenschaft, bei verhältnissmässig kurzer Brennweite grosse Platten zu zeichnen und ihre für gewöhnliche Momentaufnahmen ausreichende Lichtstärke macht sie besonders für Detectiv- und Reise-Cameras geeignet. — Im Uebrigen gilt in Betreff der optischen Eigenschaften das bei Serie C Gesagte.
- Serie E Aequival. Brenn- weite Freie Oeffnung Plattengrösse mit grössterjmit kleinster Blende Blende Durchmesser des runden Bildes mit kleinster Blende Preis
- No. cm mm cm cm cm Ji
- 000*) 00*) 0*) 1 2 6 9 12 15 18 9 12 15 20 23 4x5,5 6x8 8x10 9x12 12x16 6x8 9x12 13x18 13x21 f 18x24 1 t 21x27 J 10 15,5 21 26 31 40 45 50 60 70
- 3 4 5 6 21 24 27 30 26 30 34 38 13x18 13x21 18x24 21x27 24x30 27x33 30x40 36x45 36,5 41 47 52 80 90 110 130
- *) Die No. 000, 00 und 0 werden auch in Fassung für Detectiv-Cameras (Fig. 7) geliefert, für welche sie besonders geeignet sind. Die Blende entspricht dann
- einem Verhältniss der Oeffnung zur Brennweite von 1:10
- (1)
- M0/
- 000 Rapid-Weitwinkel-Lynkeioskop für Platten 6x8 cm . . . . Ji 35
- » 00 „ „ „ 8x10 „ . . . . „ 40
- „0 „ * „ 9x12 „ . . . . „ 45
- Auf Wunsch werden diese Objective auch mit verschiebbaren Blenden und mit Vorrichtung zum Einstellen versehen. — Bei grösseren Bestellungen von Fabrikanten von Detectiv-Cameras treten Ansnahmepreise ein
- .. "...
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- Optische Anstalt C. P. Goerz, Berlin-Schöneberg.
- Serie F.
- W eit winkel-Ly nkeioskop.
- Fig. S.
- Dieses Objectiv, bei welchem die wirksame Oeffnung den
- 15. T h e i 1 der Brennweite beträgt, ist da anzuwenden,
- wo die höchsten Anforderungen an die Grösse des BiSdfeides gestellt werden, oder da, wo der Abstand des Standortes vom auf-zunehmenden Object sehr beschränkt ist. Es eignet sich also besonders zur Aufnahme von Panoramen und Landschaften, sowie von Architecturen, Innenaufnahmen, und hohen und breiten Gegenständen aus geringer Entfernung. Die Linse ist auf das Sorgfältigste von allen Abweichungen corrigirt und giebt ein planes, von Verzeichnung gänzlich freies Bild von 1 Oo0 Ausdehnung, so dass die Plattenlänge über das Doppelte der Brennweite betragen kann.
- Die Tiefe dieser Objective ist, in Anbetracht ihrer verhältniss-mässig sehr kurzen Brennweite, und da sie meistens mit kleinen Blenden verwendet werden, ausserordentlich gross. Zu Momentaufnahmen sind sie nur unter besonders günstigen Bedingungen, mit grösster Blende zu verwenden.
- Serie F No. Aequival. Brenn- weite cm Freie Oeffnung mm Plattengrösse mit kleinster Blende cm Durchmesser des runden Bildes mit kleinster Blende cm - Preis j Jb
- 000 6 7 9x12 15,6 45
- 00 9 9 13x18 23,5 50
- 0 12 11 18x24 31 55
- 1 15 14 24x30 39 70
- 2 18 16 30x40 47 90
- 8 21 19 36x45 55 110
- 4 24 22 40x50 63 130
- 5?
- ß
- hl
- 37
- I
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-
- 25
- &
- SS:
- 'VW
- Optische Anstatt C. P Cloerz, Berlin-Schöneberg.
- i
- Serie G.
- W eitwinkel-Repr oductions-Lynkeioskop.
- Bei diesen Objectiven beträgt die freie Oeffnung ca. den
- 20. T h e i 1 ihrer Brennweite Der Bildwinkel ist
- 100°. Dieselben eignen sich besonders für Reproductionen VOR Bildern, Stichen, Karten etc. Es ist bei der Kecknung hauptsächlich darauf Bücksicht genommen, dass bei grossem Gesichtsfelde die Bilder möglichst eben und scharf sind. Da beim Reproductions-verfahren meistens mit nassen Platten gearbeitet wird, so spielt die Lichtdurchlässigkeit des zu diesen Objectiven verwendeten Barytglases, sowie die im Vergleich zu den Construetionen anderer Optiker verminderte Dicke der Linsen, wodurch eine grössere Lichtstärke bedingt wird, eine nicht zu unterschätzende Rolle.
- Serie 0 No. Aequivalente Brennweite cm Freie Oeffnung mm Durchmesser des brauchbaren Bildes bei kleinster Blende, wenn Bild und Object gleich gross sind cm Breis Jk
- 1 30 20 32 125
- 2 50 33 50 200
- b 75 50 66 400
- 4 100 65 86 650
- 5 125 83 107 1200
- 6 150 100 126 1800
- 175 110 140 2350
- 7®
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- ^t-ö-.A-LV;- .................. ......................•... - ... •• p;S
- ß| Optische Anstalt C. P. Goerz. Berlin-Schöneberg.
- Serie S.
- Einst ell-Lup en
- mit Auszug und Klemmring, zum scharfen Einstellen der Bilder auf der matten Scheibe.
- a) Aplanatisclie. Diese bestehen aus drei gekitteten Linsen von Flint- und Crownglas und geben ein ebenes, geradliniges, achromatisches Bild bei grossem Objectabstand.
- No. Aequivalente Brennweite cm Lineare Y ergrösserung Preis Jk
- 1 3 8 mal 15
- 2 4 6 mal 18
- 3 6 4 mal 24
- b) Gewöhnliche. Diese bestehen aus zwei getrennten Linsen und geben ein ebenes, geradliniges Bild, strengen aber das Auge mehr an, als die aplanatischen,
- Aequivalente Lineare Preis
- iJgililP lN0, Brennweite cm Vergrösserung Jk
- I m 2 4 | 6 mal 6
- Fig. 12.
- Serie T.
- Retoucheur-Lupen.
- 1. aplanatisclie 60 mm Durchmesser .... Mk. 20,—.
- 2. do. 70 mm ,, ............28,—.
- 3. gewöhnliche 60 mm „ ... „ 20,—.
- &
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- Optische Anstalt C. P. Goerz,
- Perliil-Sch öneherg.
- Momentversehlnsse für Objective.
- No. 22.
- Momentverschluss.
- (System Thury und Amey.)
- Dieser Momentverschluss wird zwischen den beiden Linsen des Objectives angebracht. Er ist regulirbar und gestattet Expositionszeiten von 1/250 bis 1 Sekunde und auch solche von beliebiger Dauer.
- Derselbe kann an jedem Objectiv angebracht werden, doch ist es unbedingt nothwendig, dasselbe einzusenden.
- Da die Fassung des Objectives nicht verändert wird, so kann man dasselbe mit seinen Blenden auch ohne den Momentverschluss benutzen.
- Wenn das Objectiv es erlaubt, so fügen wir dem Momentverschluss einen Satz Blenden hinzu.
- Die nachstehenden Preise richten sich nach der grössten brauchbaren Blende.
- Mg. 50.
- No. II. für Objective bis zu 30 mm Oeffnung . . Jt 88,—
- mit einem Satz von 5 Blenden, mehr . * 7? 6-
- No. III. für Objective bis zu 40 mm Oeffnung . * 77 96 —
- mit einem Satz von 5 Blenden, mehr . * 77 7,50
- No. IY. für Objective bis zu 50 mm Oeffnung . 8 77 106,—
- mit einem Satz von 5 Blenden, mehr . * 9,-
- No. V. für Objective bis zu 60 mm Oeffnung . 8 77 125,—
- mit einem Satz von 5 Blenden, mehr , 8 77 11-
- No. YI. für Objective bis zu 90 mm Oeffnung . 8 77 154,—
- mit einem Satz von 2 Blenden, mehr . 8 77 15,—
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-
-
- Optische Anstalt C. P. Goerz, Berlin-Schömberg.
- - rfrl
- fy
- No. 23.
- Momentverschluss.
- -iS
- Dieser Verschluss ist solid und dabei leicht und einfach con-struirt; er arbeitet ohne die geringste Erschütterung und ist für Zeit und Momentaufnahmen eingerichtet.
- Fig. 51.
- No. Oeffnung des Verschlusses mm Passend für Objective: mm Preis J6
- 1 35 von 35—40 mm Durchm.: CO, DO, Dl, E00, EO, El, E2 . . . 20,—
- 2 42 von 42—50 mm Durchm.:Cl.D2, D3, ES. E4. . 22,-
- 50 von 52—58 mm Durchm.: I) 3.1) t 25-
- 4 60 von 60—68 mm Durchm.: C2. C3, C4. D5 . '. . 27,50
- 5 70 von 70—80 mm Durchm.: C 5, C 6.
- D 6 33.—
- Soll der Verschluss für Ob-jective anderer Fabrikanten benutzt werden, so ist der genaue äussere Durchmesser des vorderen Theiles der Objectivfassung in mm anzugeben. — Am besten ist es jedoch, das Objectiv selbst einzusenden.
- $
- No. 21.
- Fallverschluss.
- In Holz-, mit Messing-Garnitur, mit pneumatischer Auslösung. (Fig. 52.)
- Für Objective bis 40 mm Oeffnung Ji> 10,— ,, „ von grösserer Oeffnung „ 12,—
- Als treibende Kraft dient entweder die eigene Schwere des Fallbrettes, oder die gespannte Gummischnur. Je nach der gewünschten Geschwindigkeit kann man die Gummischnüre stärker oder schwächer anspannen.
- Druck von C. II. Sclmlze & Co. in Grilfenhainichen.
- li
- fej
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- Photographische Objeetive
- von
- Dr. E. Hartnack:, Potsdam.
- Vorwort.
- Die Vortheile, tvelelie die neuen in Jena erschmolzenen optischen
- Gläser dem Techniker, welcher sich mit der Berechnung photographischer Objeetive beschäftigt, gewähren, sind auf den ersten Blick mannigfaltiger Art. Einmal, und zunächst in die Augen fallend, eröffnet sich ihm die Möglichkeit, die secundären Earbenabweichungen durch passende Combi-nationen zu verringern: zweitens fordert die Fülle der vorhandenen Glassorten zu dem Versuche heraus, durch rechnerische Methoden diejenigen Glaspaare auszuwählen, welche bei einem erträglich ausgedehnten Bildfeld eine möglichst grosse Helligkeit des Objectivs erhoffen lassen, d. h., welche bei sonst passenden Krümmungen sich sphärisch für grosse Oeffnungen gut corrigiren lassen: drittens kann das Augenmerk des Eechners darauf gerichtet sein, bei mässigen relativen Oeffnungen die Ebenheit des Bildfeldes zu erhöhen und den Astigmatismus seitlicher Strahlenbüschel thunlichst zu vermindern: man würde dadurch bei mittleren Oeffnungen Objeetive erwarten dürfen, welche ähnlichen alten Construetionen in Bezug auf den zu erreichenden scharfen Bildkreisdurchmesser überlegen sind. Auf allen diesen Wegen sind Verbesserungen durch Anwendung neuer Glassorten möglich. Es bleibt fraglich, welchen Weg man zur Erzielung des grössten Vortheils beschreiten soll.
- In der That sind alle photographischen Linsen älterer Construction mit secundären F arbe n a b w e i ch un g e n behaftet. Wenn durch Zusammenbringen der gelben Bilder (D) mit den indigblauen (G) die Focusdifferenz für axiale und extraaxiale Strahlenbüschel thunlichst gehoben ist, so bleibt immer noch eine chromatische Differenz bestehen, welche das Zusammenfallen der blauen Strahlen (F) mit den ultravioletten (H) nicht Zustandekommen lässt. Es zeigt sich nun aber, dass in praxi diese cliroma-
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- tische Differenz nicht von Belang ist, so lange es sich nicht z. B. um ausser-gewöhnlich grosse Instrumente, welche vielleicht überdies in Verbindung mit orthochromatischen Platten gebracht werden sollen (Reproductionen) handelt. Bei Instrumenten von weniger als 75 cm Brennweite bleibt selbst in ungünstigen Pallen die secundäre chromatische Differenz so gering’, dass sie nicht den Grad des Zulässigen übersteigt.
- Sollte sich jedoch in Zukunft das Bedürfhiss nach solchen „apocliro-matischen" Objectiven herausstellen, so würde die Erfüllung derselben allerdings ausführbar sein — auf verschiedene Weise sogar — aber nur unter Aufopferung- anderer, viel schwerer wiegender Vortheile, als Lichtstärke und ausgedehntes Bildfeld. Die Meinung übrigens, das photographische Objective mit vermindertem secundären Spectrum in sofern den Vorzug verdienten, als sie richtiger, künstlerisch vollendeter die Aussenwelt abbildeten, verdient keine weitere Widerlegung. Zu erwähnen ist auch noch, dass die Gläser gerade, welche eine Beseitigung des secundären Spectrums gestatten, nicht besonders, widerstandsfähig gegen mechanische und atmosphärische Einflüsse sind, also aus diesem Grunde schon ihre Anwendung zu photographischen Objectiven sich nicht empfiehlt.
- Die zweite Möglichkeit, die günstigen Chancen des neuen Glases auszunutzen, ist die Erhöhung der Lichtstärke der photographischen Linsen. Es kann hier nach zwei Richtungen eine Verbesserung angestrebt werden: einmal, indem man sich bemühte, Portraitaplanate von beträchtlicher Lichtstärke zu errecluien. zweitens, indem man den liciitärmsteii Objectiven. Land-,'t h. IT' R ’e1.', und Weitwinkeln. grössere brauchbare Oelinungen zu geben -u. 11'. W'r Aw 1 zunächst dieser letzteren Aufgabe mit Erfolg näher gern, wo und haben einen Lnnd.-chaftsaplannten construirt. der eine Oeffimng von l erlaubt und mit engster Blende An Bildfeld von über 80° Ausdehnung mit Sreonee:'' scharf an-zeichnet: andererseits Indien amm'“ noumi Bantoscope rim v.-'le OeAwa, von *• und geben bei uenüwwhr AbbRuduiro; 100° des IRR/wriw gIei<-L:aä-Rg scharf.
- Der dritte Weg, W rbe rangen einzufülu en, dürfte der gewinnver-fprechru/Ete sehn Die A1 r ;hm-' der Schärfe von der Mitte des Bildfeldes zum Rande- ist immer noch der störendste Folder aller photographischen Odjeetive. Er ist auch mit neuen Gläsern nicht zu heben; eine Besserung den alten Cuistructionen _* ::'m"ber ist hingegen erreichbar. Was auf diesem Wege durch passende Auswahl unter den beständigeren Glassorten unter Beibehaltung des symmetrischen Typus erreichbar ist, glauben wir jetzt erreicht zu haben. Günstige Combinationen asymmetrischer Construction haben wir noch nicht in das Bereich der Untersuchung gezogen: es wird auch voraussichtlich diese Arbeit längere Zeit in Anspruch nehmen.
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- Es verbinden die neuen Objective mit dem Vortlieil grösserer gleich-massig scharfer Bildfelder noch einen anderen, nämlich den, relativer chemischer Helligkeit der Bilder; die von uns ausgeführten Linsen sind überall da, wo es sich ohne Nachtheile bewerkstelligen liess, von ausserordentlicher Dünnheit. Diese Dünnheit, gepaart mit verhältnissmässig sehr flachen Krümmungen, der grossen chemischen Transparens des angewandten Glases und ausgezeichneter Politur, bedingen ein verhältnissmässig' sehr schnelles Arbeiten der Objective.
- Selbstverständlich ist ferner, dass alle aplanatischen Constructionen, auch die Pantoscope. frei von Lichtflecken sind und dass sie, wie jeder Aplanat. correcte Gradlinigkeit liefern.
- Was die Herstellung und Prüfung unserer Linsensysteme betrifft, so ist zu erwähnen, dass alle Flächen mit Hilfe der feinsten optischen Proben auf ihre genaue Sphäricität und den richtigen Grad der Krümmung untersucht werden; dass ferner die Politur so ausgezeichnet ausgeführt ist, dass die Objective selbst bei einer Abblendung von bis • ~ noch kräftige, plastische Bilder geben und dass die fertigen Objective mit Hilfe geeigneter Apparate, die ein viel genaueres Studium des Bildfeldes gestatten als eine photographische Aufnahme, sorgfältig geprüft werden. Absolute Gleicli-mässigkeit der Leistungen und Brennweiten können wir daher bei allen Instrumenten verbürgen.
- Die Fassungen sind sehr kräftig und solide ausgeführt, die Gewinde, welche zur Befestigung des Objectives an der Camera dienen, besonders tief und daher gegen LGberschrauben nach Möglichkeit gesichert.
- Sämmtiiehe Objective sind mit exact gearbeiteten I r i s b 1 e n d e n versehen, welche vollständig in der Fassung liegend die Dimensionen des Objectives nicht vergrössern.
- Schliesslich haben wir noch einem besonderen Umstande unser Augenmerk zugewandt. Bei vielen gebräuchlichen Objectiven sind die Linsendurchmesser im Yerhältniss zu der Entfernung der beiden Linsenpaare so knapp gewählt, dass hei grösseren Oeffnungen eine unerträgliche Abnahme des Lichtes von der Mitte zum Bande statt hat. Wir haben unsere Linsen bei Landschaftsaplanaten doppelt so gross gewählt als die grösste Oeftuung, hei Pantoseopen sogar dreimal so gross. Ausserdem haben wir für letztere Instrumente eine Yorrichtung construirt (D. B. P. No. 51529), welche die Belichtung über das ganze Bildfeld hin gleiehmässig zu machen gesttatet.
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- A. Lichtstarke Aplanate.
- Diese Objective, welche eine relative Oeffnung von ^ haben, sind besonders für Portraits und Momentaufnahmen mit sehr kurzer Expositionszeit oder schlechtem Licht geeignet; mit engeren Blenden zeichnen sie bis zu 65° Bildfelddurchmesser scharf.
- Ko. j Linsen-1 durclnnesser Brennweite Bildg i mit voller Oeffnung i rosse mit enger Blende Preis mit Iris Mark
- 1 28 mm 120 mm 7X8 cm 10X12 cm 75
- 2 42 nun i 180 mm 9X12 cm 13X16 cm 105
- 3 50 mm 240 mm 13X16 cm 18X22 cm 150
- B. Aplanate.
- Objective von grosser Lichtstärke, besonders für schnelle Momentbilder, Studien. Portraits. Schärfe bei gleicher Oeffnung etwas ausgedehnter als bei
- f
- den Objectiven unter A. Lichtstärke ~ g.
- Ko.
- Linsen-
- durchmesser
- Bildgrösse
- Brennweite
- mit voller Oeffnung
- mit enger Blende
- 1 t 28 mm :| 120 mm 8X9 cm ; 10X12 cm
- 2 i 42 mm j 180 mm 10X12 cm ! 15X18 cm
- 8 :i 50 mm jj 240 mm 13X10 cm ! 18X22 cm
- Preis mit Iris
- Mark
- 75
- 105
- 150
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- C. Landschaftsaplanate.
- Objective, welche einer vielfachen Anwendung für Gruppen, Moment-bilder, Landschaften fähig sind. Der grosse Bildfelddurchmesser von 80° macht dieselben mit Vorth eil auch für Architectur- und Interieuraufnahmen geeignet. Die Bildfelderleuchtung ist eine sehr gleichmässige. Relative Lichtstärke —. Geringer Astigmatismus.
- No. Linsen- durchmesser Brennweite B i 1 d g mit voller i Oeffnung rosse mit engeri i Blende Preis mit Iris Mark
- 1 16.6 mm : 80 mm 5 X 0 cm 9X12 cm , 50
- 2 25 mm 120 mm 9X12 cm 12X16 cm i 75
- 3 | 37 mm ; 180 mm 12 16 cm 10X22 cm ’ 115
- 4 ! 50 mm 2-10 mm 14X18 cm i i 24X27 cm 150
- D. Pantoscope.
- Objective für Architectur-, Interieur- und Landschaftsaufnahmen. Astigmatismus sehr reducirt. Bildfeldwinkel mit enger Blende 100°. Rela-
- f
- tive Lichtstärke —.
- Diese Instrumente ermöglichen eine sehr leichte Einstellung infolge ihrer Lichtstärke, geben ein ebenes Bildfeld ohne jede Verzeichnung, zeigen keinerlei Licht fleck und sind in ihren guten Eigenschaften dem Pantoscop gleich, ohne dessen schlechte zu theilen (Lichtschwäche. Lichtfleck).
- No.
- ii Lmsen-
- ;i
- Ü durchmesser
- Brennweite
- Durchmesser des;; mit enger Blende scharfen, runden: Bildkreises ;
- Normal-
- platte
- Preis mit Iris
- 1 20 mm 112 mm : 20 cm CD CC XX IC ^ x- cm ; 75
- 2 25 mm 140 mm 33 cm i; 18X24 cm ; 100
- 3 37.5 mm 210 mm 51 cm 27 v'30 cm 160
- 4 501 mm 280 mm ii 00 cm 36' x48 cm 240
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- E. Reproductionsweitwinkel.
- Ebenes, gleichmässig erleuchtetes Bildfeld ohne Verzeichnung und Lichtfleck. Brauchbares Bildfeld bis 80°. Relative Lichtstärke —. Die
- 1 o
- secundären Earbenabweichungen sind bei diesen Instrumenten geringer als bei anderen Constructionen: daher sind sie zu Reproductionen mit orthochromatischen Blatten geeignet.
- Xo. Linsen- durchmesser ;; Brennweite Grösse der Reproduction Preis mit Iris Mark
- 1 IS mm 104 mm 1 13X16 cm 100
- 2 27 mm 156 mm 18 X -- cm 150
- 3 30 mm 208 mm 24X80 cm 200
- 4 54 mm 1 312 mm 30X44 cm 300
- F. Weiüvinkelaplanate (Naeli Prazmowski).
- Objective von 90° Bildwinkel mit ~ relativer Lichtstärke; bei gutem Licht für Momentaufnahmen genügend lichtstark: brauchbar für Gruppen im Breien, Landschaften. Architecturen und Interieurs.
- Xo. Oeöhung Brennweite Bildleid- durchmesser Preis mit Iris Mark
- 1 10 mm 80 mm 16 cm 55
- 2 13 mm 110 mm 22 ein 60
- 3 20 mm 160 mm 32 cm 80
- 4 25 mm 220 mm 41 cm 129
- 5 34 mm 280 mm 54 cm 160
- 6 43 mm 360 mm ; 68 cm 240
- p.1x6 - vue 34/36
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- G. Anastigmatische Landschaftslinsen.
- Grosses, sehr ebenes Bildfeld, in einer Ausdehnung' von über 90° mit enger Blende scharf. Sehr verminderter Astigmatismus, ganz dünne, sehr lichtstarke Linse: die kleinste Nummer besonders für Detectivapparate geeignet. Die Verzeichnung ist thunliehst gering, bis 30° Abweichung von der Axe vollständig unmerkbar, so dass man correet gezeichnete Platten erhält, deren grösste Dimension gleich der Brennweite der Linse ist. Montirung mit Iris. Grösste Oeffnung -f--.
- No. Linsen- durclrmesser Brennweite Normal- Platte Grösste Platte Preis mit Iris Mark
- 1 10 mm 106 mm 8X10 cm 13X18 cm 40
- 2 26 mm 175 mm 13X18 cm 21X27 cm 50
- 4 50 mm i * 355 mm 24X28 cm 42X54 cm 80
- Tabelle der Platteiigrossen für bekannte Bildfeldnrchmesser.
- Bildkreis-
- durehmesser
- Plattengrösse
- 10.8 cm
- 12.8 cm 15.0 cm 19,2 cm 22.0 cm 20.0 cm 30.0 cm
- 0X0 cm 8X10 cm 0X12 cm 12X15 cm 13X18 cm
- 1 15X21 cm
- 185
- 24 cm
- Platten grosse
- X i ',i 21X 27 cm
- 88.4 cos 24 X 30 cm
- 42.8 cm 27 X 33 cm
- 50,0 cm !: 30 X 40 cm
- 58,0 cm ; 3ßx 45 cm
- 64.0 cm ! 40 X 50 cm
- 78,0 cm !i 50 X 00 cm
- p.1x7 - vue 35/36
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- H. Compensatoren (D. R. P. 51529).
- Durch Zusammenkittung einer planconvexen Linse aus Rauchglas mit einer planconcaven aus Crown glas von gleichen optischen Constanten wird eine planparallele Platte gebildet, welche auf den Gang der Strahlen, sowie auf die Focuslänge keinen Einfluss ausübt. Dieselbe drückt durch ihre Absorption die Helligkeit der Axenstrahlen soweit herab, dass die Randstellen des Bildes ebensoviel Licht bekommen wie die Mitte. Diese Platten, mit AVeitwinkellinsen verbunden, gestatten die volle Ausnutzung des von denselben gelieferten Bildwinkels bei gleichmässiger Beleuchtung des Bildfeldes; die, Exposition wird demgemäss länger zu wählen sein. Die Compensatoren können an jedem Weitwinkel angebracht, werden; die Grösse derselben richtet sich nach dem vom Weitwinkel gelieferten Bildwinkel und nach seiner Construction. Preis der Compensatoren je nach erforderlicher Grösse von 10 Mk. an aufwärts.
- I. Stereoscopverschlüsse.
- In Verbindung mit den Landschaftsaplanaten Xo. 2. welche besonders auch zu Stereoscopaufnahmen geeignet sind, haben wir Stereoscopmomentverschlüsse construirt, welche in compendiösester Form allen Anforderungen genügen werden. Der ganze Mechanismus ist bei denselben verdeckt, sodass keine Störung desselben durch Transport etc. zu befürchten ist. Die Auslösung erfolgt pneumatisch von der Kapsel A aus. Ein sehr leichter, durch Federkraft ohne .jede Erschütterung arbeitender Schieber B mit glockenförmigem Ausschnitt veranlasst die Exposition: durch Drehen der Scheibe C kann derselbe für die Einstellung in passender Stellung arretirt werden. Durch Herausziehen der Stange D wird die Triebfeder stärker oder schwächer angespannt. Der Rahmen besteht aus Ebonit. Die Objective haben Rotationsblenden. Preis mit 2 Landschaftsaplanaten No. 2 . . 225 Mk.
- Bezugsbedingungen.
- Auf Probe entnommene Objeetive sind innerhalb acht Tagen — falls sie nicht den Wünschen unserer Kunden entsprechen — zurückzusenden.
- Grössere Nummern als im Catalog angegebene nach Vereinbarung.
- p.1x8 - vue 36/36
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