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  • Meydenbauer, Albrecht (1834-1921) - Die photographische Camera als Messinstrument
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Repertorium.

Die photographische Caméra aïs Messiiistruiuent.

Von A. Meydenbauer.*)

Die von Baptist Porta in Padua um das Jahr 1600 erfundene Caméra obscura blieb mehr als zwei Jabrbunderte niehts als eine optische Spielerei. Von dem Augenblicke an, als sie durcb Daguerre and Nie pce (1839) und deren Nachfolger in der Photographie von so grosser, fast jedes Individuum der civili-sirten Nationen berührender Bedeutung geworden ist, trat in vielen technischen und künstierischen Kreisen der Wunsch ein, bei vorzunehmenden Messungen den Anblick der Natur, wie er sich dem Beobachter am Punk-te der Beobachtung dar-bietet, dureh das an gleicher Stelle aufgenommene photographische Bild zn er-setzen. Von den bezüglichen Arbeiten ist wenig an die Oeffentlichkeit gedrungen und zwar lediglich aus Mangel an Erfolg. Die Messkunst auf Grand photogra-phischer Aufnahmen statt der üblichen directen Aufnahmen mit Massstab und Winkelinstrument setzte eine Brüoke voraus zwi'schen den früher so exclusiv gelehrten und geübten Kenntnissen in praktischer und beschreibender Geometrie und der noch immer im Werden begriffenen Photographie. Wahrend die ersteren im Lauf der Jahrhunderte nahezu als abgeschlossen betrachtet werden konnten, hatte die letztere einen Entwicklungsgang durchzumachen, für welehen ein ahn-liches Beispiel in keinem Zweig des menschlichen Wissens existirt. Die grosse Menge, und in diesem speciellen Falle bildet die sogenannte gebildete Welt recbt eigentlich die grosse Menge, verlangte immer mehr und mehr bessere Bilder und Bilderchen. Die Technik der Optik und Chemie haben zur Erfüllung dieses Ver-langens Riesenschritte thun müssen und wirklich gethan. Jene Brücke blieb aber so lange eine Unmoglichkeit, als das eine der zu verbindenden Gebiete noch in der Bildung begriffen war. Erst die Gegenwart hat es erreicht, dasHandwerk der Photographie soweit abzuschliessen, dass man behaupten kann, die Photographie leistet jetzt Ailes, was man von ihr zu verlangen berechtigt ist. Zunâchst liefern die photographischen Objective (von Busch, Steinheil, Dallmeyer) wirklich perspectivisch richtige Ansichten bis zu einem Bildwinkel, welcher den-jenigen, der unser Auge umspannt, bei Weitem übertrifft. Ferner ist der photographische Process in so mannigfaltiger Weise modificirt worden, dass unbedingte Sicherheit im Gelingen der Aufnahmen geboten werden kann. Endlich ist in der Feldphotographie diejenige Beweglichkeit erreicht worden, die erstes Erfor-derniss bei jedem Aufnahme-Verfahren sein muss. In demselben Moment, in wel-chem die Photographie sich zu einer hinreichend festen Grundlage gestaltet hatte,

*) Die ersten Mittheilungen über diesen Gegenstand finden sich in Erb-kam’s Zeitschrift für Bauwesen, Jahrg. 1867, und in Nr. 14—16, sowie Nr. 94, J ahrg. 1867 der deutschen Bauzeitung.




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